Fußball: Bezirksliga
Westfalia braucht zwei Traumtore im Derby gegen Wolbeck

Münster -

Die Überraschung war für den VfL Wolbeck zum Greifen nah. Doch in der Schlussphase setzte sich doch noch der Spitzenreiter durch. Mit 5:2 fiel das Ergebnis zugunsten von Westfalia Kinderhaus im Derby sogar noch sehr deutlich aus.

Sonntag, 03.12.2017, 19:41 Uhr aktualisiert: 04.12.2017, 12:02 Uhr
Die Führung für Wolbeck erzielte Jonas Bodin (Nummer 5). Die Kinderhauser Thomas Eichler, Stefan Schwinn, Nick Rensing und Jonas Kreutzer (v.l.) schauen zu – genau wie Gäste-Spieler Luca Rehberg.
Die Führung für Wolbeck erzielte Jonas Bodin (Nummer 5). Die Kinderhauser Thomas Eichler, Stefan Schwinn, Nick Rensing und Jonas Kreutzer (v.l.) schauen zu – genau wie Gäste-Spieler Luca Rehberg. Foto: Peter Leßmann

In einem sehenswerten Münster-Derby gelang es Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus, den abstiegsbedrohten VfL Wolbeck mit 5:2 (2:2) nach Hause zu schicken. Dabei spielte der Drittletzte eine starke Partie, ging zwei Mal in Front, ehe ein spätes Traumtor von Erick Neufeld das Spiel entschied.

Die Vorzeichen waren klar: Kinderhaus als souveräner Spitzenreiter war der haushohe Favorit gegen den VfL, der 24 Punkte weniger auf dem Konto hatte. Allerdings schnupperte Wolbeck mit zuletzt zwei Siegen Morgenluft. Und so starteten sie auch in die Partie. Die erste Ecke von Daniel Bothen nickte Jonas Bodin unbedrängt ein (5.). So war bereits früh die Marschrichtung des Auswärtsteams zu erkennen. Selbst bei eigenem Angriff blieben häufig bis zu sechs Spieler in der eigenen Hälfte stehen. Der Gast ließ sich auch durch den Ausgleich von Jonas Kreutzer (24.) nicht aus der Bahn werfen und schaffte es kurz erneut, in Führung zu gehen. Nach einem Konter traf Marvin Deckert (42.). Für den Schlusspunkt in Halbzeit eins sorgten allerdings die Hausherren. Nach einem Foul von Bodin an Kreutzer ließ sich Kevin Schöneberg die Chance vom Punkt aus nicht nehmen (44.).

Nach der Halbzeit agierte der Aufsteiger mutiger. Westfalia entwickelte dadurch mehr Torgefahr, wurde allerdings prompt ausgekontert und hatte Glück, dass ein Treffer durch Daniel Seidel aufgrund einer Abseitsposition zurückgepfiffen wurde (72.). Kurz darauf fasste Neufeld sich auf der Gegenseite einfach mal ein Herz und hämmerte den Ball aus gut 30 Meteren perfekt in den Winkel (80.). Nach dem erneuten Rückschlag ergab sich Wolbeck seinem Schicksal und musste mitansehen, wie Marco Lolaj erneut per Fernschuss traf (83.) und Kreutzer den 5:2-Endstand herstellte (88.). Kinderhaus führt mit mittlerweile 40 Punkten die Tabelle weiter klar an, während der VfL weiter im Abstiegskampf steckt. Trotzdem will Trainer Alois Fetsch auf dem Spiel aufbauen: „Wir müssen die positiven Aspekte unserer starken Partie mitnehmen.“ Auch Gegenüber Marcel Pielage zollte den in dieser Saison oft gebeutelten Gästen Respekt: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das durch zwei Traumtore entschieden wurde.“ Westfalia: Beckers – Eichler, Rensing, Schwinn, Göbel – Liebert (72. Lolaj), Schöneberg, Neufeld (84. Kämmerling), Zeqiri (58. J. Knemeyer) – M. Knemeyer – Kreutzer

VfL: Klein – N. Rehberg, Bensmann, Bodin, Stelzig – L. Rehberg (85. B. Schroer), D. Bothen, Tegtmeier, Geske (66. Thewes) – Deckert (88. T. Bothen), Seidel

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