Fußball: Bezirksliga
Kinderhauser Kanoniere heißen Tomasso, Kreutzer, Knemeyer und Liszka

Münster -

Die Bilanz von Westfalia Kinderhaus nach der Hinrunde lässt keine Wünsche offen. Mit neun Punkten Vorsprung rangieren die Münsteraner an der Bezirksliga-Spitze. Ein Garant für die vielen Siege sind die vier Torjäger Dominic Tomasso, Jonas Kreutzer, Mike Liszka und Moritz Knemeyer.

Freitag, 08.12.2017, 14:57 Uhr aktualisiert: 08.12.2017, 17:25 Uhr
Einer der Torjäger: Mike Liszka.
Einer der Torjäger: Mike Liszka. Foto: Heimspiel/Mario Witthake

Konkurrenz belebt das Geschäft. Bei Westfalia Kinderhaus motiviert sie gleich ein komplettes Team. Denn gegen die geballte Ladung von Top-Torjägern ist kein Kraut gewachsen und (nahezu) jede Defensive machtlos. Bereits 62 Tore erzielte der treffsichere Tabellenführer – das macht fast vier pro Partie (Schnitt 3,87). Bei noch 14 ausstehenden Begegnungen ist es eine Frage der Zeit, wann die 100-Treffer-Grenze überschritten wird.

„100 Tore sind kein Ziel. Das wäre vermessen. Aber wahrscheinlich wird es sich irgendwann einstellen. Die Jungs haben schon Bock auf Tore“, weiß Trainer Marcel Pielage um den Hunger seiner Elf. Auch wenn die Anzahl heruntergespielt wird, korrigiert er sofort den Durchschnittswert: „In den Heimspielen sind es sogar mehr.“ Tatsächlich: genau 4,3 pro Begegnung.

Verantwortlich dafür zeichnet ein Quartett von Kanonieren. Während sich mit Jonas Kreutzer (Saison 2010/11) und Mike Liszka (2015/16) die jeweiligen Gewinner des Torjägerpokals in den Westfalia-Reihen austoben, gehört auch Dominic Tomasso – in der Vorsaison Top-Knipser der Bezirksliga – zu den Scharfschützen. Moritz Knemeyer mit aktuell 15 Treffern komplettiert nicht nur ein außergewöhnliches Quartett, er wirft bei der Vergabe der Torjägerkrone für die laufende Spielzeit seinen Hut in den Ring. Die vier bringen es vor diesem Wochenende auf 43 von 62 Toren.

Nicht immer ein leichtes Unterfangen jedoch, alle zu ihrem Recht kommen zu lassen. „Natürlich kann man nicht immer alle gleichzeitig aufstellen“, sagt auch Pielage. Wiederholt sorgten Ausfälle, aktuell fehlt Tomasso, aber dafür, dass der Trainer keine schlaflosen Nächte zu beklagen hatte. „Sie hätten es mir ruhig schwerer machen können“, grinst der Coach, um gleich eine Streicheleinheit hinterherzuschicken: „Die Jungs haben es einfach verdient. Ihnen kann man blind vertrauen.“

Mit Auge spielt sein Team dennoch. Trotz offensiver Ausrichtung. „Da hast du doch auch als Abwehrspieler mehr Lust. Schließlich bieten sich bei unserem durchaus riskanten Spiel auch mehr Gelegenheiten zu spektakulären Zweikämpfen.“ Was aber auch die Offensiven als erste Abwehrspieler in die Pflicht nimmt.

Und doch sind sie – abgesehen von der Quote – nicht gleich. „Jeder hat seinen eigenen Touch und bringt seine persönlichen Eigenschaften und Stärken ein“, sagt Pielage, verrät aber auch eine signifikante Gemeinsamkeit: „Alle ackern. Aber nicht nur die Stürmer.“

Dennoch fällt einer schon ins Auge. Nicht nur wegen seiner Ausbeute (15 Tore). Denn Moritz Knemeyer ist ein Eigengewächs. Bis auf zwei Jahre beim 1. FC Gievenbeck zu Beginn der Senioren-Karriere und einem Jahr Pause trug der 28-Jährige nur das Westfalia-Trikot. Gerade tut er das besonders gerne. „Es fühlt sich gut an“, gesteht er. Von seiner einstigen Stammposition, der Sechs, auf die Zehn oder ganz nach vorne beordert, trifft er. Wobei Knemeyer seine Nebenleute nicht vergisst. „Das ist schon eine brutale Qualität und ein Luxusproblem. Aber das bekommt der Trainer gut hin“, sagt er mit Blick auf die Stürmerkollegen.

Ähnlich wie sein Coach stellt auch der Medizinstudent, der im April ins Examen geht, die Vielschichtigkeit der Abteilung Attacke heraus: „Jonas Kreutzer und Dominic Tomasso sind der Typ knallharter Stürmer, der sich behauptet. Mike Liszka ist hingegen unsere Kampfmaschine.“ Und er, dessen fußballerischen Feinschliff viele Experten loben? „Ich komme über die Schnelligkeit“, sagt er beinahe beiläufig.

Gemeinsam beleben sie Westfalia Kinderhaus.

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