Mi., 13.12.2017

Volleyball: Bundesliga USC Münster bleibt auch in Thüringen in der Spur

Antreiberin und Taktgeberin im USC-Spiel: Mareike Hindriksen führt ihr Team beim VfB Suhl zum sechsten Saisonsieg.

Antreiberin und Taktgeberin im USC-Spiel: Mareike Hindriksen führt ihr Team beim VfB Suhl zum sechsten Saisonsieg. Foto: pp

Meiningen/Münster - 

Mit einem wahre Kraftakt löst der USC Münster den Kraftakt gegen den VfB Suhl in Thüringen. Die personell angeschlagenen Volleyballerinnen aus Münster rangen ihren Gegner in vier kräftezehrenden Sätzen mit 25:15, 26:24, 25:27, 25:21 nieder.

Von Ansgar Griebel

Im Osten nichts Neues: Stimmung, Leidenschaft und Moral stimmen derzeit beim USC Münster. Vier Tage nach der Galavorstellung beim Schweriner SC (2:3), löste das mittlerweile personell stark strapazierte Team auch die vermeintliche Pflichtaufgabe beim VfB Suhl. Nach vier teilweise hart umkämpften Sätzen durfte der USC Münster den sechsten Saisonsieg verbuchen und sich erleichtert und geschafft auf den langen Rückweg nach Münster machen, der in keinem Verhältnis zur reinen Spielzeit im thüringischen Meiningen stand.

103 Minuten dauerte es, ehe Teun Buijs und seine Schützlinge mit 3:1 (25:15, 26:24, 25:27 und 25:21) am Ziel waren. Dann warteten eine Pizza im und reichlich Schnee vor dem Bus auf das Team, das sich jetzt für den Jahres-Showdown am Sonntag in eigener Halle gegen die Ladies in Black aus Aachen vorbereiten muss.

Hartnäckige Gegenwehr

Am Mittwochvormittag hatte Teun Buijs seinen Schützlingen in Thüringen noch eine Trainingseinheit verordnet. Warmspielen, Atmosphäre schnuppern, Fahrt aufnehmen – alles mit Erfolg. Am Abend dauerte es dann noch ganze drei Minuten, bis die Akklimatisierung abgeschlossen war. Da stand es 4:2 für die Gastgeberinnen vom VfB Suhl, ehe der Tabellenvierte aus Münster das Tempo anzog und konsequent auf Siegkurs ging. Mit Nadja Schaus als Vertreterin der verletzten Lena Vedder dauerte es dann noch eine weitere Viertelstunde bis Durchgang eins mit 25:15 zu Gunsten des USC verbucht war.

Das war der Kurs, den Teun Buijs für den Trip in die Ausweichhalle des VfB Suhl in Meiningen vorgesehen hatte, der aber dann doch nicht ganz nach dem Geschmack der Gastgeberinnen war. Der leistete fortan hartnäckig Gegenwehr, und bis der USC auch den zweiten Durchgang mit 26:24 und damit den ersten von drei angestrebten Zählern fix gemacht hatte, wurde es ganz eng für die Gäste, die urplötzlich einen Satzball abwehren mussten. Die Partie spielte sich fortan auf Augenhöhe an. Aber auch das ist beim aktuellen Stimmungshoch kein Problem für den USC: Suhls Satzball abgewehrt, den eigenen verwandelt: 2:0.

Suhl plötzlich gleichwertig

Doch Suhl hatte jetzt endgültig Spaß daran gefunden, den USC in die Enge zu treiben: Mit einem Blitzstart (4:0 und 8:2) legten die Gastgeberinnen vor, mussten sich zwar erneut vom USC einfangen lassen, hatten dann aber das bessere Finish für sich, drei Satzbälle und schließlich Durchgang drei mit 27:25 gewonnen.

Für den USC ging es jetzt darum, den hart erkämpften Punkt aus Schwerin nicht direkt wieder zu verspielen. Lina Alsmeier glänzte in der Annahme, Mareike Hindriksen brachte ihre Mitspielerinnen noch einmal effektiv in Stellung und diese mit vereinten und möglicherweise letzten Kräften Durchgang vier mit 25:21 erfolgreich ins Ziel.

Schwerin noch in den Knochen

„Wir sind auf einem guten Weg“, befand Trainer Teun Buijs nach der Partie – und konnte sogar dem Satzverlust noch etwas Positives abgewinnen: „So hatte Nadja etwas mehr Zeit, sich einzuspielen.“ Der Verlust von Lena Vedder hat den USC hart getroffen. „Mit Nadja ist es ein anderes Spiel, sie springt einbeinig, alles geht etwas schneller. Das war heute schon ganz gut, aber es braucht seine Zeit“, so Buijs – zudem steckten den Spielerinnen die Strapazen und die Enttäuschung nach dem Fünfsatzkrimi in Schwerin noch ein wenig in den Knochen.

Statistik

USC-Aufstellung: Ivana Vanjak, Nadja Schaus, Juliet Lohuis, Juliane Langgemach, Mareike Hindriksen, Lina Alsmeier, Lisa Thomsen (Libera) – eingewechselt: Katja Kylmaaho, Chiara Hoenhorst, Luisa Keller

Spieldauer: 103 Minuten

Zuschauer: 700

Satz 1: 4:2, 4:5, 5:8, 11:16, 13:21, 15:25

Satz 2: 5:4, 8:5, 9:10, 10:14, 13:16, 18:21, 24:23, 24:26

Satz 3: 4:0, 8:2, 9:10, 16:15, 19:20, 21:21, 24:22, 27:25

Satz 4: 4:4, 8:7, 10:12, 11:14, 12:16, 21:25

Wertvollste Spielerinnen: Miloslava Lauerova / Lina Alsmeier

Das nächste Spiel: USC Münster - Ladies in Black Aachen (Sonntag, 14.30 Uhr, Berg Fidel).



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