Reiten: Vielseitigkeit
Julia Krajewski aus Olympia-Kader gestrichen

Warendorf -

Gute und schlechte Nachrichten für Julia Krajewski. Die schlechte zuerst: Die Warendorferin ist nach dem Medikationsvorfall bei den Europameisterschaften aus dem Olympiakader gestrichen, die gute: Sie bleibt Trainerin am Olympiastützpunkt.

Mittwoch, 13.12.2017, 21:58 Uhr aktualisiert: 14.12.2017, 09:43 Uhr
Julia Krajewski 
Julia Krajewski  Foto: dpa

Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski (Warendorf) gehört nach dem positiven Medikationsfall bei ihrem Pferd Samourai du Thot während der EM in Strzegom (Polen) vorerst nicht mehr dem deutschen Olympiakader an. Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mitteilte, ruht die Mitgliedschaft der 29-Jährigen im Elitekader des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) bis zum 30. Juni 2018.

Auf Krajewskis Trainertätigkeit hat der Fall vorerst keine Auswirkungen. Das DOKR werde die Zusammenarbeit mit Krajeswki als Bundestrainerin fortsetzen. Trotz des Widerrufs der Kaderangehörigkeit könne sie weiterhin an Turnieren und damit auch am Sichtungsweg für die Weltreiterspiele in Tryon 2018 teilnehmen. „Sie war umfassend kooperativ und offen gegenüber dem DOKR und auch ihren Kadermitgliedern. Ein Fehlverhalten ist ihr nicht nachzuweisen“, sagte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau.

Eine Erklärung, wie die Substanz in das Pferd gelangte, gebe es weiterhin nicht. Krajewski war bei der EM wegen des Falles disqualifiziert, die deutsche Equipe hatte Silber verloren. Die Reiterin muss eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 1500 Schweizer Franken sowie Verwaltungskosten in Höhe von 2000 Franken bezahlen. Der Fall ist für die FEI damit abgeschlossen.► Der Olympia-Kader: Ingrid Klimke (Münster), Bettina Hoy (Rheine), Michael Jung (Horb), Sandra Auffarth (Ganderkesee), Andreas Dibowski (Döhle), Andreas Ostholt (Warendorf) und Josefa Sommer (Immenhausen).

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