Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften
Übliche und neue Verdächtige tummeln sich in der Sporthalle am Berg Fidel

Münster -

Am zweiten Weihnachtstag ist Schluss mit der Besinnlichkeit. Wenn in der Sporthalle am Berg Fidel der Ball beim traditionellen Budenzauber rollt, geht es um die sportliche Ehre – und ganz viel Ruhm.

Freitag, 22.12.2017, 16:44 Uhr aktualisiert: 22.12.2017, 16:56 Uhr
Die Jagd beginnt: Guglielmo Maddente (r.) und Titelverteidiger TuS Hiltrup eröffnen am Dienstag in der Gruppe der Ortsnachbarn die 41. Titelkämpfe am Berg Fidel. Joe Breloh und der SC Münster 08 haben am Eröffnungstag noch Pause.
Die Jagd beginnt: Guglielmo Maddente (r.) und Titelverteidiger TuS Hiltrup eröffnen am Dienstag in der Gruppe der Ortsnachbarn die 41. Titelkämpfe am Berg Fidel. Joe Breloh und der SC Münster 08 haben am Eröffnungstag noch Pause. Foto: Rene Penno

Der Abschied aus der Freiluft-Saison lief für den TuS Hiltrup alles andere als wunschgemäß. Nach drei Niederlagen in Serie ist der Kontakt des Westfalenligisten zur Spitzengruppe abgerissen. Da kommen die 41. Hallenfußball-Stadtmeisterschaften (26. bis 30. Dezember) wie gerufen, um ein Trostpflaster auf die Wunden zu kleben. Ganz ohne Druck geht es für die Blau-Weißen aber auch hier nicht. Schließlich tritt der TuS, der bereits sieben Mal gewann, als Titelverteidiger an.

Das samt bewährtem Bandenchef. Denn auch Norbert Bothen, der wie im Vorjahr Carsten Winkler ersetzt, winkt eine Wiederholung. Unterstützung erfährt er durch Martin Lambert. Selbstverständlich ist allerdings nichts. „Wir spielen schon sehr strukturiert von hinten heraus. Aber deshalb werden wir nicht gleich jedes Spiel gewinnen“, hält Bothen, der übrigens mit dem BSV Roxel auch schon Stadtmeister bei den Frauen wurde, den Ball flach. Auch wenn Spieler wie Michael Fromme oder Guglielmo Maddente den Unterschied machen können.

Zu den üblichen Verdächtigen zählt auch der 1. FC Gievenbeck. Grundsätzlich und nach dem Triumph beim Turnier in Nienberge erst recht. Auch weil in beiden Fällen der für viele ungewohnte Futsal-Ball rollt(e). Eine übermäßige Erwartungshaltung baut Benjamin Heeke aber nicht auf, legt bei zehn Spielern – angeschlagen oder rekonvaleszent – aus seinem 24er-Kader ein Veto ein. „Acht Feldspieler und ein Torhüter reichen doch. Erst recht, wenn die, die auflaufen, richtig Bock haben“, versichert der FCG-Coach. Und zu denen, die Lust haben, zählen Christian Keil, Felix Krasenbrink und Tristan Niemann. Grünes Licht für einen komprimierten Kader erhielt Heeke auch vom Vorstand. „Bei allem Spaß, draußen ist wichtiger.“ Zielvorgaben für das Hallen-Heimspiel gibt es nicht: „Daran denken wir nicht. Wir wollen gewinnen, wenn wir auf dem Parkett stehen. Das ist einfach ein Automatismus. Vorher oder nachher denken wir nicht daran.“

Der SC Preußen Münster II denkt ernsthaft daran. Denn unübersehbar dokumentierten Ismail Budak, Luca Steinfeld & Co. unter der Woche beim Ausber-Cup, dass sie sich auf dem Parkett wohlfühlen. „Ich habe einfach Spaß daran. Ich bin jetzt 34 Jahre, noch fit und möchte noch ein paar Jahre spielen“, sagt auch Mehmet Kara und fing gleich in Everswinkel damit an, servierte Fußball aus der Feinkostabteilung und vervollständigte die Bewerbung des Rekordgewinners (neun Mal, allerdings 2008 zum letzten Mal) für den Favoritenkreis am Berg Fidel.

Das Westfalenliga-Trio tummelte sich im Vorjahr übrigens im Halbfinale, das mit dem SC Nienberge und somit einem Überraschungsteam. In diese Rolle könnte dieses Mal auch Westfalia Kinderhaus schlüpfen. Aber auch Borussia Münster winkt zumindest eine Außenseiterrolle. Das deutete der A-Ligist als Halbfinalist von Nienberge und in Everswinkel an. „Bei den Stadtmeisterschaften wollen wir diese Leistungen bestätigen. Wir sind zwar nur der Underdog, hatten aber eine ordentliche Vorbereitung“, hat sich Yannick Bauer mit der Rolle angefreundet. Unübersehbare Hallenspezialisten wie Nemanja Kovacevic, Pascal Koopmann und Timm Herrmann geben dem Coach recht. Was wohl auch für die grundsätzliche Einschätzung der Trainer-Riege in Sachen Zieleinlauf gilt. „Der Weg zum Erfolg führt auch und besonders über einen überragenden Torwart,“ vermutet Wolbecks Coach Alois Fetsch stellvertretend. Und von starken Keepern gibt es einige. Stellvertretend beispielsweise Stephan Tantow (Preußen II), Nico Eschhaus (FCG) oder Alexander Wirtz (Borussia). Allen voran aber der zudem fußballerisch versierte Romain Böcker. Er könnte das Trostpflaster für den TuS Hiltrup fixieren.

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