Mo., 01.01.2018

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Im Zeichen des Fairplay

 Der freundschaftliche Umgang miteinander prägte das Turnier - wie auch hier bei der Siegerehrung.

 Der freundschaftliche Umgang miteinander prägte das Turnier - wie auch hier bei der Siegerehrung. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das traditionelle Hallenfußball-Turnier in Münster sticht positiv im Vergleich zu vergleichbaren Veranstaltungen hervor. Gegenseitiger Respekt und Fairness sind Kennzeichen der „Stadtis“. Ein Kommentar von Thomas Rellmann.

Die Meldungen kamen auch in den vergangenen Tagen reihenweise: Böllerwurf in Gelsenkirchen, Massenrangelei in Ahlen. Ärger auch in vielen anderen Städten. Andernorts schreiben große Hallenturniere immer wieder Negativschlagzeilen. Nicht so in Münster. Zeitstrafen? Rote Karten? Die absolute Ausnahme. Tumulte? Ewig nicht vorgekommen.

Nicht falsch verstehen, der sportliche Ehrgeiz am Berg Fidel ist groß. Doch Jahr für Jahr gehen die Titelkämpfe im Zeichen des Fairplay – hier und da ein Pfeifkonzert gehört halt dazu – über die Bühne. Das liegt übrigens auch an ganz hervorragenden Referees.

Fotostrecke: Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster: Finaltag

Bemerkenswert ist jedoch zudem, dass die Szene in der Stadt intakt ist. Man kennt sich, schätzt sich, gönnt dem anderen Siege und feiert gemeinsam statt zu schmollen. Das ist ein Erfolgsgeheimnis. Die Stadtmeisterschaft hat trotz leicht sinkender Werte kaum an Attraktivität verloren.

Sportlich setzten nicht nur die höchstklassigen Teams Akzente, sondern auch die Kreisligisten. Allen voran die sensationellen Borussen, aber auch Wacker, Handorf und Gelmer in der Endrunde, zuvor zudem Sprakel und Nienberge – das waren tolle Auftritte.

Dennoch fielen auch einige kleine Vereine ab. Am verdienten Sieg der Preußen gab es keinen Zweifel. Die sympathischen Auftritte sind für die Adlerträger-Reserve längst Standard, doch diesmal wirkte das Team nicht nur perfekt eingestellt und technisch sehr versiert, sondern auch extrem willig.

Wenn ein hochdekortierter Mehmet Kara und ein Luca Steinfeldt, der auf der Schwelle zu den Profis steht, so auftrumpfen, spricht das Bände.



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