Basketball: Regionalliga
WWU Baskets nach Derby-Niederlage gegen Ibbenbüren im Hintertreffen

Münster -

Die zweite Saison-Niederlage der WWU Baskets könnte fatale Auswirkungen auf das Ziel Meisterschaft haben. Durch das 81:90 im Derby gegen die Ballers Ibbenbüren ist der Tabellenzweite im Rennen um Platz eins nun im Hintertreffen gegenüber Grevenbroich. Doch noch ist alles drin.

Sonntag, 14.01.2018, 17:03 Uhr aktualisiert: 14.01.2018, 19:32 Uhr
Schwer hatten es die WWU-Baskets, sich gegen die aufmerksamen Ibbenbürener durchzusetzen. Hier wird Jan König resolut von Omar Zemhoute und Phil Lennartz (r.) gestoppt.
Schwer hatten es die WWU-Baskets, sich gegen die aufmerksamen Ibbenbürener durchzusetzen. Hier wird Jan König resolut von Omar Zemhoute und Phil Lennartz (r.) gestoppt. Foto: fotoideen.com

Vor der entscheidenden Phase in der 1. Regionalliga haben sich die aufstiegswilligen WWU Baskets den fortan zu schleppenden Rucksack voll gepackt. In der mit 800 Zuschauern restlos gefüllten Uni-Halle – etliche Interessenten bekamen keinen Einlass mehr – patzte Münster in einem hitzigen Duell vor extrem lauter Kulisse erneut gegen die Ballers des TV Ibbenbüren und geriet mit dem 81:90 (35:46) in einen Nachteil gegenüber Spitzenreiter BSG Grevenbroich. Das Déjà-vu-Szenario mochte noch niemand erstellen. Es ist die Tugend des Sportlers, nach vorn zu blicken statt zurück.

„In so einem Spiel gewinnt oder verliert man nicht die ganze Serie“, sammelte sich der niedergeschlagene Trainer Philipp Kappenstein. „Vielleicht ist es ganz gut, das Schlimmste jetzt schon erlebt zu haben.“ Jetzt, wo noch Zeit bleibt zur Korrektur bis zum möglichen Showdown am 17. Februar in Grevenbroich. „Bis dahin müssen wir in der Position bleiben, dass dieses Spiel entscheiden kann.“

Nervenstärker als jetzt muss der Kader ganz sicher agieren, der sich benachteiligt fühlte durch eine eher kleinliche Spielleitung der Unparteiischen Nils Bergenthum/Manuel Günther. 41 persönliche Fouls sammelten die Baskets (28 der Gegner), vier Akteure schieden vorzeitig aus. Mit einer Art von „Kontaktverbot“ kam Münster, der 100:89-Hinspielsieger, nicht klar. Der schnell mit drei Fouls belastete Stefan Wess fiel lange Zeit als Faktor praktisch aus. Viele deutlich früh genommene Würfe verfehlten das Ziel. Da war auch eine dicke Portion Pech dabei, an der ein Jan König zum Beispiel fast verzweifelte.

Die Gäste spielten vergleichsweise befreit und daher mental stärker auf, boten mannschaftlich gesehen das bessere Paket, wechselten und verteidigten wirkungsvoller. Der vielseitige US-Import Denzel Johnson und Benjamin Fumey setzten Akzente, Anspieler Omar Zemhoute spielte viele starke Pässe. Nur vier Minuten lang lagen die Gastgeber in Führung, ab dem 20:21 liefen sie hinterher.

„Leider haben viele ihre Leistung nicht gebracht“, haderte Kappenstein mit Qualitätsnachteilen und sahim Aufbau Bryce Leavitt, den mit Abstand besten Werfer, zu spät auf echtes Tempo umschalten. Wirklich ins Rollen kamen die oft hadernden Baskets nie – und doch gab es den einen Moment: 101 Sekunden vor Schluss und nach einer Serie zum 78:79 tobte die Halle.

Die Bank der Baskets auch – für die Spielleiter zu stark. Sie erkannten auf Reklamieren und ahndeten dies mit einem Technischen Foul. Der Ball war weg, wenig später das Spiel. Manager Helge Stuckenholz sah ein Ziel als erreicht an („Wir können stolz darauf sein, die Halle so zum Kochen gebracht zu haben“), bedauerte aber auch, dass „Ibbenbüren zum Großteil hier der Aggressor war“.

Punkte Baskets : Leavitt (30), Wess (12/2), Goolsby (10/2), J. König (8/2), A. König (6), Padberg (5/1), Hänig (5), Kosel (3), Massing (2)

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