So., 28.01.2018

Fußball: 3. Liga Scherder steht bei den Preußen immer wieder im Rampenlicht

Das Trio aus der Dreierkette:  Simon Scherder (l.) ist seit 2006 im Verein, Ole Kittner (verdeckt) ein waschechter Münsteraner und auch Lion Schweers (r.) ein Eigengewächs.

Das Trio aus der Dreierkette:  Simon Scherder (l.) ist seit 2006 im Verein, Ole Kittner (verdeckt) ein waschechter Münsteraner und auch Lion Schweers (r.) ein Eigengewächs. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Zwei Tore, die sechs Punkte eingebracht haben – Simon Scherders Wert für den SC Preußen steigert sich von Woche zu Woche. Nach dem 1:0 gegen Würzburg war der 24-Jährige wieder ein gefragter Mann. Nicht nur wegen seines Treffers.

Von Thomas Rellmann

Schon wieder gehörte Simon Scherder ein großes Stück der Aufmerksamkeit nach dem Abpfiff. In der Vorwoche schon war er in Meppen (0:2) bester Preuße, sein neuer Status nach so langer Leidenszeit wurde hinreichend thematisiert. Es sieht aber so aus, als suche der 24-Jährige inzwischen gezielt das Rampenlicht. Sein Kopfball brachte dem SCP zu Hause das 1:0 (1:0) und drei Punkte gegen die zuvor auf einer siebenteiligen Erfolgswelle schwimmenden Würzburger Kickers. Schon beim bis dato letzten Sieg Ende November gegen den Chemnitzer FC hatte das Eigengewächs das goldene Tor erzielt. Was für eine Bedeutung der Kerl besitzt! Scherder ist plötzlich das Gesicht des Clubs.

Flexibilität auf den Rasen

Gefährlich ist er ja für einen Defensivspezialisten. „Acht Tore in 61 Drittliga-Partien – das ist nicht so schlecht“, kam es wie aus der Pistole geschossen. „Wir waren in der Lage, diesem Gegner, der mit viel Selbstvertrauen kam, mal wieder die Punkte abzunehmen. Das Trainerteam hatte die Lage vorher gut analysiert.“

Ja, darauf legten alle Protagonisten Wert. Die Umstellung auf drei Innenverteidiger zog den Kickers den Zahn. Wann und ob überhaupt dieses Modell mal ein Preußen-Team zu Drittliga-Zeiten gespielt hat – erinnern konnte sich niemand. Coach Marco Antwerpen, der laut Stimmen aus der Kabine seine Profis auch im persönlichen Umgang zügig auf seine Seite gezogen hat, bringt viel mehr Flexibilität auf den Rasen.

Fotostrecke: 22. Spieltag - Saison 2017/18: Preußen Münster - Würzburger Kickers

Straffes Programm

Vielleicht noch einen Tick wichtiger wird das Nachholspiel gegen Schlusslicht RW Erfurt am Dienstag (19 Uhr), wieder an der Hammer Straße. „Geil, das nächste Flutlichtspiel“, sagt der Trainer, der seinen Schützlingen bis dahin keine Pause gönnt. Das Programm ist straff, der Gastgeber hat aber immerhin einen Tag mehr Pause. „Eigentlich sollten wir nur auf uns achten“, so Scherder. Am besten jedoch legen wir sofort nach. Wir müssen nur schnell regenerieren, denn es war ein Kampfspiel, und wir sind kaputt.“

Ob gegen die Thüringer auch Adriano Grimaldi wieder in der Startelf steht? Es ist nicht auszuschließen. Antwerpen findet jedenfalls nur warme Worte für seinen Kapitän. „Ich wollte ihm auch etwas den Druck nehmen“, erklärte der 46-Jährige den Bankplatz. „Aber als er reinkam, haben wir genau das bekommen, was wir brauchten. Und auch die Tore werden kommen.“ Das 2:0 ließ der Kapitän kurz vor Schluss mit Pech liegen.

Seine Binde hatte zuvor ein anderer übergestreift. Natürlich – Scherder.

 

Fotostrecke: Einzelkritik: Preußen Münster - Würzburger Kickers

 

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