Basketball: Regionalliga
WWU Baskets in Düsseldorf mit eisernem Willen

Münster -

Ein hartes Stück Arbeit mussten die WWU Baskets Münster verrichten, ehe der Sieg bei den ART Giants Düsseldorf unter Dach und Fach war. Nach dem 85:71 bleibt der Tabellenzweite der BSG Grevenbroich auf den Fersen – der Showdown rückt immer näher. Im Pokal hat das Team das Halbfinale erreicht.

Sonntag, 28.01.2018, 15:10 Uhr aktualisiert: 29.01.2018, 10:06 Uhr
Jan König taute wie viele Kollegen erst nach der Pause auf. Hier kommt er vor Düsseldorfs DeShaun Cooper zum Wurf.
Jan König taute wie viele Kollegen erst nach der Pause auf. Hier kommt er vor Düsseldorfs DeShaun Cooper zum Wurf. Foto: Christina Pohler

Die WWU Baskets Münster bleiben auch nach dem Spiel bei den ART Giants Düsseldorf im Rennen um die Regionalliga-Meisterschaft. Am Ende prangte ein 85:71 (38:40)-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel, der die Spannung allerdings nur bedingt wiedergab.

„Es war eine richtig harte Partie, die wir durch eine absolute Willensleistung gewonnen haben“, meinte Coach Philipp Kappenstein, dessen Team sich erst in den letzten zwei Minuten entscheidend absetzte. Zuvor verlangten die Giants, immerhin Tabellenvierter, den Gästen alles ab. Angeführt vom quirligen Amerikaner DeShaun Cooper brachten die Düsseldorfer die Defense der Münsteraner immer wieder in Bedrängnis. Zwischenzeitlich führten die Hausherren mit neun Zählern, die Baskets hingegen suchten noch nach ihrem Rhythmus. „Der Gegner hat eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, trotzdem lagen wir mit nur zwei Punkten hinten“, so Kappenstein.

Die Gründe für das Ergebnis waren schnell gefunden: Andrej König war noch gar nicht im Spiel, Jan König traf nicht einen seiner Versuche aus dem Feld. Dennoch verloren die Baskets nicht die Nerven: Jan König holte sich seine Punkte stattdessen am Brett, während die Giants Alex Goolsby nicht unter Kontrolle brachten.

Auch in der zweiten Hälfte wurde um jeden Punkt gekämpft. Aufbau Bryce Leavitt verschärfte das Tempo und sorgte mit vielen klugen Anspielen dafür, dass Münster sich erstmals absetzte. Nach 30 Minuten führten die Gäste mit 65:54, weil nun auch Jan und Andrej König zu echten Faktoren wurden.

„Beide haben eine extrem starke zweite Halbzeit gespielt, das war am Ende mitentscheidend für den Sieg“, so Kappenstein. Doch auch jetzt gaben sich die Giants nicht geschlagen. Aus der komfortablen Führung entwickelte sich schnell ein 67:67 – das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide.

Genau in dieser Phase, in der über Sieg und Niederlage entschieden wurde, waren die Baskets am stärksten. Die Defense nahm Cooper quasi komplett aus dem Spiel, in der Offense spielte Leavitt erst perfekt auf Andrej König, ehe der Aufbauspieler selbst für drei Punkte traf. „In der zweiten Hälfte, vor allem zum Ende, haben wir uns richtig reingebissen und es einfach mehr gewollt“, erklärte Kappenstein. „Spielerisch war das sicher keine goldene Leistung, allerdings haben wir es weiter in der Hand – und das zählt ja.“ Mit Blick auf die Partie gegen Herten (Tabellendritter) nächste Woche und den absoluten Showdown bei Spitzenreiter BSG Grevenbroich (17. Februar) zählte vor allem die Demonstration der mentalen Stärke, die die Baskets mitnahmen. Punkte WWU Baskets : J. König (20), Goolsby (19), A. König (16), Leavitt (10), Padberg (9), Hänig (5), Wess (4), Massing (2)

Sieg im WBV-Pokal-Viertelfinale

Die WWU Baskets Münster stehen im Halbfinale des WBV-Pokals. Der Titelverteidiger setzte sich auswärts beim Spitzenreiter der 2. Regionalliga, SC Fast-Break Leverkusen, mit 115:97 (54:50) durch. Münster trat am Rhein ohne einen Center an und hatte daher gegen die physisch starken Gastgeber um ein Center-Quartett durchaus Probleme. „Sie haben uns richtig zugesetzt. Aber wir haben das Spiel schnell gemacht“, so Trainer Philipp Kappenstein, der erstmals nach langer Verletzungspause Brandon McGill einsetzte. Der Amerikaner war Top-Scorer, Andrej König erzielte den 100. Punkt.

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