Basketball: Regionalliga
WWU Baskets wollen sich auch gegen Hertener Löwen durchboxen

Münster -

Die zweifellos höchste Hürde vor dem Showdown gegen Spitzenreiter BSG Grevenbroich müssen die WWU Baskets Münster am Samstag in eigener Halle überspringen. Zu Gast sind die Hertener Löwen, die dem Tabellenzweiten die erste Niederlage der Saison einbrockten.

Donnerstag, 01.02.2018, 12:24 Uhr aktualisiert: 02.02.2018, 12:54 Uhr
Ab ins Getümmel: Alex Goolsby und die WWU Baskets stehen vor einem weiteren Endspiel. Am Samstag empfängt der Tabellendritten seinen ersten Verfolger Herten, gegen den Münster das Hinspiel verloren hat.
Ab ins Getümmel: Alex Goolsby und die WWU Baskets stehen vor einem weiteren Endspiel. Am Samstag empfängt der Tabellendritte seinen ersten Verfolger Herten, gegen den Münster das Hinspiel verloren hat. Foto: Jürgen Peperhowe

Drei Viertel der Saison sind in der Basketball-Regionalliga absolviert, die Lage im Aufstiegsrennen spitzt sich mehr und mehr zu. Mit nur einer Niederlage führt die BSG Grevenbroich die Tabelle an, direkt dahinter lauern die WWU Baskets Münster, die bislang zwei Mal verloren. Unter anderem in der Hinrunde bei den Hertener Löwen, die am Samstag (19.30 Uhr) in der wohl abermals rappelvollen Uni-Halle gastieren.

Die Zeit für die Revanche ist gekommen, doch es geht um viel mehr, als irgendwelche Rachegelüste zu befriedigen. Vielleicht ist es ein zusätzlicher Ansporn, doch die Baskets wissen auch: Eine weitere, eine zweite Niederlage gegen die Löwen würde womöglich vorzeitig die Hoffnungen auf den so ersehnten Aufstieg in die 2. Liga Pro B beenden. Daher verschwendet Münsters Trainer Philipp Kappenstein auch keinen Gedanken an den Showdown am übernächsten Spieltag in Grevenbroich, er schiebt das Top-Duell noch galant beiseite. „Die Partie gegen Herten ist vielmehr unser Endspiel. Und die Chance, es weiter in der eigenen Hand zu haben. Das hatten wir in den vergangenen Jahren so kurz vor Schluss nicht“, sagt der 38-Jährige, der Kontrahenten mit viel Respekt begegnet. „Die Löwen haben vielleicht die beste Starting-Five der Liga und sind exzellent besetzt.“

Dabei kommt nicht nur auf seine Anfangsformation die Aufgabe zu, Dijon Dupree Smith (Kappenstein: „Der beste Center der Liga“), Jordan Whelan oder Faton Jetullahi auszubremsen. Auch von draußen erwartet er wichtige Impulse, so wie sie zuletzt bei den ART Giants Düsseldorf Andrej König oder Leo Padberg gaben. „Die Bank muss den Unterschied machen. Das hatte gegen Ibbenbüren zum Beispiel nicht funktioniert“, sagt Kappenstein mit Blick auf den Rückschlag gegen den TVI vor drei Wochen.

Der allerdings ist längst abgehakt, mit den Erfolgen bei der BG Hagen und in Düsseldorf haben die Baskets die Voraussetzungen geschaffen, weiter als Titelkandidat aufzulaufen. Für den Coach ein gutes Zeichen, dass seine Schützlinge mit der nicht leichten Situation so umgegangenen sind. „Der Druck war riesig. Aber wir haben uns auf die harte Tour zurückgekämpft und viel Willen gezeigt. Das müssen wir weiter so tun, wir müssen alles reinwerfen, was geht – und die Zuschauer schnell für uns gewinnen“, so Kappenstein. Einem Rückstand wie in den jüngsten drei Partien hinterherzulaufen, will der Trainer gegen die „routinierten Hertener“ unbedingt vermeiden.

Im Vergleich zur personellen Not bei der Hinspiel-Niederlage (79:83), als durch die Verletzung von Brandon McGill, den Ausfall von Nico Funk und die fehlende Spielberechtigung für Bryce Leavitt die Aufbauposition vakant war, ist die personelle Situation deutlich entspannter. Das Doppelpack-Wochenende mit den Erfolgen in Düsseldorf sowie im Pokal-Viertelfinale beim SC Fast-Break Leverkusen überstanden die Baskets ohne weitere Ausfälle. So fehlt nur der verletzte Tim Kosel, der Rest ist fit für den Hit.

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