Mo., 19.02.2018

Volleyball: Bundesstützpunkt Peter Pourie neuer Leiter, Louisa Lippmann neue Patin

Schulter an Schulter für den Bundesstützpunkt Münster: (v.l.) Christian Wolf (BSP-Trainer), Peter Pourie (neuer BSP-Leiter), Jürgen Aigner (WVV-Vizepräsident), Nationalspielerin Louisa Lippmann als neue BSP-Patin sowie die beiden WVV-Vizepräsidenten Bernd Janssen und Torsten Kastrup.

Schulter an Schulter für den Bundesstützpunkt Münster: (v.l.) Christian Wolf (BSP-Trainer), Peter Pourie (neuer BSP-Leiter), Jürgen Aigner (WVV-Vizepräsident), Nationalspielerin Louisa Lippmann als neue BSP-Patin sowie die beiden WVV-Vizepräsidenten Bernd Janssen und Torsten Kastrup. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Der Bundesstützpunkt Münster hat aufregende Monate hinter und vielleicht auch vor sich. Nun stellt sich das Team noch mal neu auf. Unter anderem mit Peter Pourie als neuem Leiter – aber auch mit Nationalspielerin Louisa Lippmann als Patin.

Von Henner Henning

Louisa Lippmann ist derzeit das Gesicht des deutschen Volleyballs. Nicht nur beim SSC Palmberg Schwerin trägt die 1,90 Meter große Angreiferin die Hauptlast, auch in der Nationalmannschaft ist sie oft die erste Offensivoption. Das sportliche Rüstzeug für ihre Karriere erhielt sie vier Jahre lang (2010 bis 2014) auch in Münster am Bundesstützpunkt (BSP). Da war es der 23-Jährigen ein Anliegen, etwas zurückzugeben. Ab sofort ist Lippmann Patin des BSP und übernimmt repräsentative Aufgaben – damit gehört sie zu einem neuen Führungsteam. „Das Modell mit einer Patin ist etwas Neues“, sagt Hubert Martens, Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbands (WVV). „Wir wollen mit den Ressourcen, die wir haben, das Optimum erreichen. Dafür verteilen wir die Aufgaben auf mehrere Schultern“, meint Martens, der als Koordinator zwischen BSP und den Verbänden sowie Partnern fungiert.

Nicht nur Lippmann ist neu in der BSP-Riege, die breiter aufgestellt wird. Für den bisherigen BSP-Leiter Wolfgang Schütz – er wird als Sportdirektor des WVV den Leistungssport in NRW koordinieren – rückt Peter Pourie nach und übernimmt die sportfachliche Leitung. Der Landestrainer für den weiblichen Nachwuchs bringt eine Menge Erfahrung mit, vier Jahre war er bereits am Stützpunkt als Coach aktiv und betreute von 2009 an die Zweitliga-Mannschaft des USC Münster. „Peter hat eine ungemein hohe fach­liche Kompetenz“, sagt Jürgen Aigner, Vizepräsident des VC Olympia Münster, der für die Organisation des Spielbetriebs der BSP-Teams verantwortlich ist.

Ebenfalls neu im Gremium ist Anne-Kathrin Orthmann. Die Mutter der früheren USC-Spielerin Hanna Orthmann (nun ProVictoria Pallavolo Monza) und des Erstliga-Spielers Felix Orthmann (TV Bühl) soll als Bindeglied zwischen dem Bundesstützpunkt, seinem Coach Christian Wolf und den Eltern der Spielerinnen dienen. Möglichen Ängsten, Sorgen und Problemen kann sie authentisch begegnen und mit den Eltern kommunizieren. „Sie bringt als Mutter von zwei Volleyballern, die diesen Weg gegangen sind, die Erfahrungswerte mit“, sagt Aigner.

Die Führungscrew komplettiert zudem Michael ­Eyinck. Er ist der Technische Beauftragte, Scout und Betreuer der VCO-Mannschaften in Personalunion.

Ob – und wenn ja, in welcher Liga – das erste Olympia-Team in der nächsten Saison wieder am Spiel­betrieb teilnehmen wird, ist noch offen. Fest steht, dass es nach einem Jahr ohne demnächst wieder um Punkte gehen soll. Dies ist die einhellige Meinung in den VCO-Reihen. „Der Pflichtspielbetrieb in einem gewissen Maße fehlt. Aber wir dürfen die Talente nicht wieder dieser extrem hohen Belastung aussetzen, sie sollen nicht wieder zu sehr in Stress kommen“, sagt Martens. So steht er mit seinen Mitstreitern in einem regen Austausch, in welcher Form und in welcher Liga der VCO seinen Nachwuchs wieder eingliedert. Mögliche Modelle und Vorschläge der Trainer liegen in der Schublade, nun gilt es auszuloten, was umsetzbar ist.

Ganz sicher ist dabei aber eines: Eine Kooperation mit dem USC Münster II, der gerade in die 3. Liga aufgestiegen ist, wird es nicht geben. Die Kooperation mit dem Bundesliga-Team der Un­abhängigen dagegen bleibt unangetastet und wird weiter fortgeführt.



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