Basketball: Junioren-Bundesliga
UBC-Talente sind in den Playoffs gegen Lichterfelde plötzlich Außenseiter

Münster -

16 Spiele in der Playoff-Relegation gewannen die Talente der UBC/SCM Baskets Münsterland am Stück. Nun geht es in die Ausscheidungsspiele. Und plötzlich sind die erfolgsverwöhnten Youngster gegen den TuS Lichterfelde der große Außenseiter.

Donnerstag, 01.03.2018, 12:58 Uhr aktualisiert: 01.03.2018, 19:28 Uhr
Ein Team, ein großes Ziel – und eine schwere Aufgabe: Die U-16-Junioren des UBC überstanden die Relegation ohne Niederlage, sind aber nun in den Playoffs gegen den TuS Lichterfelde der Außenseiter.
Ein Team, ein großes Ziel – und eine schwere Aufgabe: Die U-16-Junioren des UBC überstanden die Relegation ohne Niederlage, sind aber nun in den Playoffs gegen den TuS Lichterfelde der Außenseiter. Foto: JBBL

Um auf die letzte Niederlage der UBC/SCM Baskets Münsterland zu stoßen, muss man in der Chronik der Jugend-Basketball-Bundesliga lange zurückblättern. Es war der 31. Oktober, als die U-16-Junioren von Trainer Frank Müller den Platz als Verlierer verließen, mit 66:72 unterlagen sie in der Vorrunde den Uni Baskets Paderborn – und rutschten mit der dritten Niederlage in die Relegation. In der hielt sich Münster dann in elf Partien schadlos und qualifizierte sich souverän für die Playoffs, in denen es ab Sonntag im Best-of-three-Modus gegen den TuS Lichterfelde geht.

Schon jetzt ist das Er­reichen der Ausscheidungsspiele ein Erfolg, ohne Frage. „Die Jungs haben einen guten Job gemacht. Sie trainieren hart und viel“, lobt Müller, um dann gleich mahnend den Finger zu heben. „Ich habe das Gefühl, dass einige denken, schon alles erreicht zu haben. Aber wir dürfen uns nicht zurücklehnen, schon gar nicht gegen Lichterfelde“, erklärt der in Berlin geborene frühere Bundesliga-Spieler, der auch für Spartak St. Petersburg in der höchsten russischen Liga aktiv war. In der Basketball-Szene der Hauptstadt kennt sich der 53-Jährige aus und weiß, was für ein Brett mit seinem Ex-Verein – dort spielte Müller sieben Jahre lang in der 2. Liga – auf seine Schützlinge zukommt. Nur knapp verlor Lichterfelde den direkten Vergleich (85:89 und 72:70) gegen Alba Berlin, das im Vorjahr Deutscher U-16-Meister wurde und auch diesmal wieder als ganz heißer Titelkandidat gehandelt wird. „Wir werden mehr investieren müssen als sonst, werden aggressiv von der ersten Sekunde an verteidigen müssen“, sagt Müller, der ­seine Mannschaft als Außenseiter sieht. „Aber wir haben auch unsere Chance, im Sport ist alles möglich. Wir müssen 40 Minuten fokussiert sein und dürfen uns keine Schwächephase erlauben“, sagt der 2,06 Meter große Chefcoach.

Dabei wird es auch entscheidend sein, wie Münster den Junioren-Nationalspielern Elias Baggette (24,7 Punkte im Schnitt) und Lamin Sabally (21,5) begegnet. „Die beiden dominieren schon, bringen zudem richtig viel Physis mit. Wir ­werden sie doppeln müssen, dafür müssen wir in der ­Defense mehr arbeiten“, sagt Müller vor der Partie am Sonntag (14.30 Uhr) in der Berliner Goethe-Oberschule. Und wer weiß, vielleicht hält die UBC-Serie ja auch im März – dafür aber muss in Lichterfelde vieles passen.

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