Fr., 02.03.2018

Fußball: 3. Liga Preußen-Trainer Antwerpen plagen Personalsorgen vor Paderborner Gastspiel

Mittlerweile eine feste Größe im SCP-Mittelfeld: Sandrino Braun (Mitte), hier im Zweikampf mit Zwickaus Jan Washausen.

Mittlerweile eine feste Größe im SCP-Mittelfeld: Sandrino Braun (Mitte), hier im Zweikampf mit Zwickaus Jan Washausen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das SCP-Duell wird am Samstag auf einem knüppelharten Boden stattfinden. Nach vier Pflichtspiel-Niederlagen in Serie gegen den SC Paderborn möchte Preußen Münster mal wieder jubeln. Der vierte Heimsieg im vierten Heimspiel unter Trainer Marco Antwerpen würde dem Gastgeber zudem Luft verschaffen.

Von Alexander Heflik

Der SC Preußen Münster kann an diesem Samstag (Anpfiff 14 Uhr) einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und die Mitkonkurrenten noch mehr unter Druck setzen. Zum einen trifft die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen auf den SC Paderborn, ein Nachbarschaftsvergleich, und damit die Chance auf drei Punkte.

Aber zum anderen befinden sich die Kontrahenten im Tabellenkeller in einer Art kurzzeitigem Winterschlaf: Denn der Drittletzte Chemnitz kann sein Heimspiel nicht ausgetragen, und bei bereits acht Zählern Rückstand auf die Preußen würde jeder Punktgewinn für diese noch mehr schmerzen, als es die arktische Kälte ohnehin tut. Auch Schlusslicht Erfurt spielte am Freitag nicht gegen Osnabrück.

Münster legt also vor, die Rasenheizung läuft auf Hochtouren, der Platzwart verspricht ein vernünftiges Spielfeld. „Aktuell ist das Beton“, rümpft Coach Antwerpen ein wenig die Nase ob der Bedingungen. Natürlich haben die Adlerträger in den letzten Tagen und Wochen nicht mehr auf dem Grün trainiert, der Kunstrasenplatz war die erste und einzige Anlaufstelle. Und da tat das Antwerpen-Team in dieser Woche einiges für die Spieleröffnung. „Das war ein Schwerpunkt“, weiß der 46 Jahre alte Cheftrainer dann auch zu berichten.

Die Paderborner hatten da schon bessere Möglichkeiten, nach dem „Erstliga-Abstecher“ entstand ein piekfeines Trainingszentrum – mit beheiztem Übungsplatz. Dieser allerdings soll zuletzt auch nicht mehr im allerbesten Zustand gewesen sein.

Zum Sport: Die Preußen haben personelle Sorgen. Der wiederentdeckte Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh muss gelbgesperrt passen. Dafür dürfte Rechtsverteidiger Fabian Menig – wie schon in der Hinrunde – als Vertreter einspringen. Auf der rechten Seite kommt somit Stéphane Tritz wieder mal in den Genuss eines Startelfeinsatzes, das war dem Franzosen zuletzt im Dezember gegen Großaspach (1:4) vergönnt.

Sebastian Mai und Danilo Wiebe fallen weiter lange aus. Mittelfeld-Alternative Nico Rinderknecht musste einen Trainingsversuch wieder abbrechen und fehlt wie auch Moritz Heinrich (Sprungelenksblessur und Erkältung). Zudem plagten Adriano Grimaldi, Menig und Tobias Warschewski kleinere Verletzungen. Benjamin Schwarz, der sich nach dem Ende der letzten Saison einer komplizierten Knie-OP unterzogen hatte, trainiert mit der Mannschaft. Sein Comeback zeichnet sich tatsächlich ab.

► Die Preußen rechnen am Samstag mit rund 7500 Zuschauern, rund 800 sollen aus Paderborn kommen.

►  SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Tritz, Braun, Rizzi, Menig – Hoffmann, Grimaldi, Rühle



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