Fußball: Westfalenliga
Teupen erlöst Gievenbeck im Derby gegen Roxel

Münster -

Lange tat sich der 1. FC Gievenbeck richtig schwer im Derby zwischen dem Tabellenersten und dem Schlusslicht. Erst in der Schlussphase erlöste Thomas Teupen sein Team gegen den wehrhaften und kampfstarken BSV Roxel nach einer Ecke.

Montag, 05.03.2018, 12:34 Uhr
Roxels Kapitän und „Regent“ Lukas Kintrup (r.) legt Hand an und bremst den FCG-Außenspieler Jannik Balz in einem leidenschaftlichen, aber immer fairen Derby.
Roxels Kapitän und „Regent“ Lukas Kintrup (r.) legt Hand an und bremst den FCG-Außenspieler Jannik Balz in einem leidenschaftlichen, aber immer fairen Derby. Foto: Wilfried Hiegemann

Gute Standards sind eine Qualität, bisweilen machen sie den Unterschied aus. Westfalenliga-Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck packte einen solchen aus, als es allerhöchste Zeit wurde im chancenarmen Heimspiel gegen den starken BSV Roxel. Innenverteidiger Thomas Teupen traf per Kopf nach Eckball des besten FCG-Spielers Arne Stegt. Und auf die Aktion in Minute 87 gaben die Gäste keine Antwort mehr. Wenig später sanken sie vor rund 200 Zuschauern restlos enttäuscht auf den Kunstrasen.

Der aufstiegswillige FCG baut mit dem zwölften Sieg seinen Vorsprung weiter aus, Schlusslicht Roxel müsste aus der couragierten Vorstellung trotz der 13. Niederlage Honig saugen. „Wir geben weiter Vollgas“, versprach Trainer Sebastian Hänsel trotzig. „Man sieht doch, dass wir uns in der Vorbereitung einiges erarbeitet haben. Heute waren wir enorm gallig, es fehlte uns wohl nur ein Tick Cleverness.“

Und vielleicht ein zweiter Angreifer, der dem sehr rührigen Benjamin Leifeld zur Seite steht. Mit den beiden kroatischen Linksfüßen Ante Cilic, der als „Zehner“ agierte und zudem permanent im Wirkungskreis von David Lauretta Wache hielt, und Flügelspieler David Zovko ist Qualität hinzu gekommen. Und Spieler wie Dickens Toka und Lukas Kintrup gehen kämpferisch voran. Die Wachsamen aus Roxel gingen konzentriert zu Werke und dokumentierten eine bemerkenswerte Disziplin in ihrem Stil. Allein vorne wird es dünne – als Thomas Kroker einmal das Abspiel hätte setzen müssen, wagte er stattdessen einen harmlosen Schuss (45.). Direkt danach rutschte ein Freistoß von FCG-Torjäger Christian Keil durch bis an den Roxeler Pfosten.

Gievenbeck hatte mehr vom Geschehen und wollte auch diese Dominanz hoch halten, aber mit zunehmendem Spielverlauf und viel zu früh nach Trainergeschmack hebelte der Ballführende das Runde eher schlicht und hoch nach vorne. „Das ist nicht unser Spiel, dieses Mittel darf man so früh nicht wählen“, sagte FCG-Coach Benjamin Heeke. „Schon in der Pause war uns klar, dass es hier und heute wohl nur um ein Resultat gehen kann.“ Er sah kaum Torszenen, dafür aber Laufarbeit und Leidenschaft auf beiden Seiten. Der Tempobolzer und Rechtsverteidiger Arne Stegt, erstmals auf dieser Position eingesetzt, gefiel. Nils Heubrock wurde im Mittelfeld benötigt und riss oft das Geschehen an sich. Wirkungslos auf der rechten Bahn blieb Yasin Altun, den Luca Wulfert nach dem Wechsel ersetzte. Roxels Außenspieler Kroker und Zovko tauschten immer mal wieder die Seiten, aber sie krönten ihre Aktivitäten nicht immer – und sahen dann mit Grausen dieses Tor des Tages.

FCG: Eschhaus – Stegt, Teupen, Franke, Krasenbrink – Altun (46. Wulfert), Lauretta, Heubrock, Balz (90.+1 Strothmann) – Keil, Niemann (76. Gerigk)

Roxel: Neuhaus – Groß, Wesberg, Toka, Krieger – Kintrup, Andrick – Kroker (76. Hatam), Cilic, Zovko – Leifeld

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5568388?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker