So., 11.03.2018

Handball: Frauen-Verbandsliga Westfalia legt Schalter gegen Brambauer rechtzeitig um

Anna Klapdor setzt gegen Brambauers Sarah Umbescheid (l.) und Lisa Karau zum Sprungwurf an. Ihre Kollegin Andrea Richter (r.) beobachtet die Szene.

Anna Klapdor setzt gegen Brambauers Sarah Umbescheid (l.) und Lisa Karau zum Sprungwurf an. Ihre Kollegin Andrea Richter (r.) beobachtet die Szene. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Lange tat sich der Spitzenreiter richtig schwer gegen den VfL Brambauer. Dann aber drehte Westfalia Kinderhaus auf und korrigierte den anfänglichen Rückstand. Mit dem 28:22 behaupteten die Münsteraner ihre Pole-Position letztlich deutlich.

Von Michael Schulte

Wer sich ein wenig verspätet hatte, der musste gleich zwei Mal auf die Anzeigetafel schauen. Da führte der VfL Brambauer doch mit zwei Toren beim Verbandsliga-Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus und machte keinerlei Anstalten, das ändern zu lassen. Im Gegenteil. Nach einer guten Viertelstunde lag der Titelanwärter mit 6:10 hinten und zeigte sich ziemlich ratlos. „Kinderhaus, aufwachen“, kam es von den spärlich besetzten Rängen, auch in der oberen Etage der Halle war man mit den Darbietungen unten auf dem Parkett unzufrieden.

Da hatte Trainer Florian Ostendorf zwei gute Ideen. Im Tor ersetzte er Christin Schürmann durch Anja Westbeld, und im Rückraum brachte er Frauke Schibilla. Westbeld sorgte fortan dafür, dass der Kasten mehr oder minder sauber blieb, Schibilla machte in der Offensive fast alles richtig. Zur Pause (16:11) war das Manko der ersten Viertelstunde korrigiert. Am Ende hieß es 28:22.

„Unterirdisch“, nannte Ostendorf später das, was ihm seine Mädels in der Anfangsphase geboten hatten. „Aber zum Glück haben wir den Schalter rechtzeitig umgelegt.“ Das war auch bitter nötig, denn Brambauer hatte sich offensichtlich etwas ausgerechnet. Aber durch drei vergebene Siebenmeter in dieser Phase nahmen sich die Gäste auch selbst aus dem Spiel.

Nach dem Wechsel blieb Kinderhaus am Drücker und durfte sich nach 33 Minuten (20:12) schon als Sieger fühlen. Aber dann geriet der Gastgeber doch noch mal in Gefahr, als das Team in Minute 47 plötzlich nur noch mit 21:19 führte. Doch das schien die Kinderhauser nicht sonderlich zu schocken, sie ließen sich nicht großartig aus der Ruhe bringen und reagierten.

Im Stile eines Spitzenreiters wurde nun die Schlussphase gestaltet, hinten passierte wenig, vorne recht viel. Es reichte zu einem verdienten 28:22-Sieg, der die Kräfteverhältnisse letztlich widerspiegelte, wenngleich sich Westfalia solche Schwächephasen im Endspurt um die Meisterschaft in Zukunft ersparen sollte.

„Trotz der zwei langen Durchhänger hatte ich nie das Gefühl, dass wir das Spiel abgeben könnten“, zeigte sich Ostendorf am Ende dann doch recht zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Nun gilt es noch das letzte Spiel vor der dreiwöchigen Osterpause zu gewinnen, dann kann Kinderhaus dem entscheidenden Finale zuversichtlich entgegenblicken. Für die kommende Saison vermeldet Kinderhaus bereits den ersten Neuzugang, Alexa Beckmann kehrt vom Oberligisten SV Ibbenbüren zurück. Tore Westfalia: Brinkhus (8/6), Schibilla (7), Beermann (5), Bode, Enders (je 2), Pohlkötter, Rehorst, Klapdor, Müller-Deile (je 1)



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