Basketball: Regionalliga
Von wegen belanglos – die WWU Baskets nehmen Schwung für den Pokal auf

Münster -

Mehr als ein lästiger Pflichtbesuch wird das Gastspiel der WWU Baskets Münster in Hagen-Haspe. Der frisch gekürte Meister nimmt Abschied aus der Regionalliga, lässt sich dafür nach der Partie ehren und will die Kür dazu nutzen, sich auf die beiden Endspiele im WBV-Pokal einzustimmen.

Donnerstag, 15.03.2018, 17:12 Uhr aktualisiert: 16.03.2018, 18:26 Uhr

Die Zeche der rauschenden Partynacht ist längst bezahlt, letzte Spuren der Aufstiegsfeier sind zumindest körperlich verflogen. Das Hochgefühl, nach drei vergeblichen Anläufen nun endlich die Regionalliga-Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht zu haben, ist aber bei den WWU Baskets Münster noch allgegenwärtig – auch vor dem nun belanglosen Abschluss der Serie beim geretteten SV Hagen-Haspe am Samstag (19 Uhr).

Von Belanglosigkeit aber will Baskets-Coach Philipp Kappenstein nichts wissen, vielmehr sollen die letzten 40 Minuten der Saison die Vorbereitung auf die Zugabe sein, die beiden Endspiele um den WBV-Pokal gegen den TV Ibbenbüren in der kommenden Woche (Montag und Freitag). „Die Jungs haben ausgiebig gefeiert und den Aufstieg genossen, doch jetzt müssen wir erstmal einen Punkt dahintermachen und wieder in die Spur kommen. Auch wenn das Spiel in Haspe das einzige in der Saison ist, in der wir keinen Druck haben werden“, sagt Kappenstein. Ein Erfolg, Nummer 22 in der 24. Partie, aber soll es dann bitte doch sein beim Tabellenelften – schließlich wird Münster nach der Begegnung vom WBV-Präsidium als Meister geehrt. „Und das wollen wir natürlich gerne nach einem weiteren Sieg erleben.“

Augenmerk auf Lewis

Im Hinspiel glückte den Baskets ein ungefährdetes 95:63, auch weil es Münster gelang, Haspes besten Mann aus dem Verkehr zu ziehen. Bei 13 Punkten hielten die Kappenstein-Schützlinge den Amerikaner Jeremy Lewis, der mit 588 Punkten (25,6 im Schnitt) bester Scorer der gesamten Liga ist. Beim ersten Treffen Ende November war für die persönliche Betreuung von Hagens Bestem hauptsächlich Stefan Wess verantwortlich, der am vergangenen Wochenende beim 66:51 gegen Telekom Baskets Bonn II noch mit einer Sprunggelenksverletzung ausgefallen war. „Für Stefan ist es mit Blick auf die Pokalspiele wichtig, dass er wieder dabei ist“, sagt Kappenstein, der die Spielzeit „sehr ausgeglichen auf alle“ verteilen will.

Schließlich wollen die Baskets am Montag bei vollen Kräften sein und womöglich schon in Ibbenbüren den Grundstein für einen weiteren Titel legen. Er würde das Double perfekt machen – und gleichzeitig für eine weitere lange Nacht der Baskets sorgen. Doch gemach, erst einmal heißt es: Meisterschaft statt Pokal.

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