Fußball: Bezirksliga
Ausgleichende Wolbecker Gerechtigkeit gegen Emsdetten 05

Münster -

Das war ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt für den VfL Wolbeck. Das Heimspiel gegen Emsdetten 05 gewann der Neuling in der Nachspielzeit mit 2:1 durch ein Tor von Marvin Deckert. In der Hinrunde war es noch andersherum gelaufen.

Sonntag, 25.03.2018, 18:40 Uhr aktualisiert: 25.03.2018, 19:44 Uhr
Daniel Seidel war Wolbecks bester Mann. Hier gewinnt er das Kopfballduell gegen Sean Hart (l.).
Daniel Seidel war Wolbecks bester Mann. Hier gewinnt er das Kopfballduell gegen Sean Hart (l.). Foto: Wilfried Hiegemann

Nachdem der VfL Wolbeck bei Emsdetten 05 im Hinspiel unglücklich erst in der 93. Minute mit 0:1 verloren hatte, war für die Münsteraner klar, dass die stark besetzte Truppe von Trainer Christian Bienemann schlagbar ist. Sofern sie das Glück auf ihrer Seite haben. Und genau das trat diesmal ein, die Revanche gelang. Der Neuling ging nach dem 2:1 von Marvin Deckert in der Nachspielzeit (90.+2) als Sieger vom Platz.

Insgesamt zeigten beide Mannschaften kein gutes Spiel. Kampfbetont, aber nicht unfair mit nur wenigen Chancen, aber vielen individuellen Fehlern – so ließ sich der erste Spielabschnitt zusammenfassen. Dem Gastgeber war jedoch das gewachsene Selbstvertrauen anzumerken, das aus dem Sieg gegen Gievenbeck II und dem Remis gegen Wettringen resultierte.

Nach dem Seitenwechsel war Emsdetten die Mannschaft mit den größeren Spielanteilen, deren erste große Chance auch gleich zum 1:0 führte. Nach einer Ecke war die gesamte Wolbecker Defensive orientierungslos. Das nutzte Pascal Tillack. Er zog aus knapp 20 Metern unbedrängt ab und traf unhaltbar ins linke obere Eck (64.). Wolbecks Trainer Alois Fetsch reagierte und wechselte doppelt. Waldemar Klemke brachte frischen Wind: Mit einem Flugball bediente er Nico Frerichs, der mit ihm aufs Feld gekommen war. Der legte für Niklas Thewes auf – die Freude über den Ausgleich war groß (72.). Beim VfL war der Knoten nun geplatzt. Daniel Seidel und Marco Bensmann hatten kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Sieg auf dem Fuß, vergaben jedoch knapp (89.). Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach, denn Wolbeck steckte auch in der Nachspielzeit nicht auf, wollte den Sieg. Als 05-Keeper Pascal Göcke einen Seidel-Schuss nur abprallen lassen konnte, war Deckert zur Stelle und sorgte für ausgleichende Gerechtigkeit.

Fetsch war begeistert vom Schlussakkord gegen seinen Ex-Club, aber gleichsam realistisch: „Wir haben kein gutes Spiel gemacht, der Sieg war glücklich. Wir haben einen breiten Kader, da ist es schwer, eine Startelf zu finden. Für alle zählt nur der Erfolg – und so ist es nicht verwunderlich, dass nach den Wechseln das Spiel entschieden wurde.“ VfL: Klein – N. Rehberg (70. Frerichs), Quabeck, Bensmann, J. Schroer – Ruwe (65. Klemke), Bothen – Thewes, Deckert, Stelzig (73. L. Rehberg) – Seidel

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