Fußball: Kreisliga A
Dieser Doppelpass beim BSV Roxel gefällt eigentlich niemandem

Münster -

Wie die Erste so die Zweite. Was aber beim BSV Roxel nichts Gutes verheißt. Schließlich taumeln beide Mannschaften dem Abstieg entgegen. Für die Reserve in der A 2 sieht Michael Saerbeck aber durchaus eine Chance, die Liga zu halten. Der Trainer verrät auch wie.

Montag, 26.03.2018, 16:46 Uhr aktualisiert: 26.03.2018, 20:14 Uhr
Derzeit ein Bild mit Seltenheitswert: Florian Osthege (l.) und Nils Schröder beim Torjubel nach einem BSV-Treffer.
Derzeit ein Bild mit Seltenheitswert: Florian Osthege (l.) und Nils Schröder beim Torjubel nach einem BSV-Treffer. Foto: Fabian Renger

Von nun an geht‘s bergab. Ein Eindruck, den man mit Blick auf den BSV Roxel derzeit gewinnen kann. Denn eben mit Siegen haben es gleich zwei Mannschaften nicht. Während die Hoffnung für die Westfalenliga-Vertretung nur noch ein zartes Pflänzchen ist, droht auch die zweite Mannschaft in der Kreisliga A 2 abzu­rutschen. In den letzten fünf Partien reichte es bei einem Sieg und einem Remis gerade für vier Zählern. Aktuell findet sich die Mannschaft auf dem drittletzten und Relegationsrang wieder. Das kann eine Zwischenstation sein – nach unten!

Denn die BSV-Reserve liegt (beide 18 Zähler) mit dem Vorletzten Werner SC II, der auf dem ersten Abstiegsrang steht, gleichauf. Davaria Davensberg (20) ist schon zwei Punkte entfernt, hat aber zudem noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.

„Es sieht nicht so gut aus. Wir bekommen die PS einfach nicht auf den Platz“, ist Michael Saerbeck weit davon entfernt, die Situation an der Tilbecker Straße schönzureden. Gleichwohl hofft der Trainer auf Besserung und versichert: „Na­türlich wollen wir nicht absteigen“.

Für viele Spieler ist der Abstiegskampf Neuland

Aber eben im Kampf um den Klassenerhalt scheint seine Mannschaft noch nicht angekommen zu sein. „Wenn du dir einen 15- ­minütigen Tiefschlaf gönnst, verlierst du auch gegen den SC Capelle oder Werne II“, ärgerte ihn auch noch einen Tag nach dem 1:4 bei Wacker Mecklenbeck der frühe 0:3-Rückstand nach 17 Minten. „Einige Spieler waren noch nie im Abstiegskampf. Ihre Spielweise ist daher nervös und holprig. Und mit ­ausbleibenden Ergebnissen werden sie nervöser“, beobachtet Saerbeck die Reaktionen sehr genau.

Dass er seine Elf aufgrund von Verletzungen, Abiturprüfungen, Studium oder Urlaub regelmäßig umbauen muss und an ein eingespieltes Team so nicht zu denken ist, teilt er mit einigen Konkurrenten. Ein Beispiel dafür ist Christian Hester. Erst kassierte der Routinier eine Ampelkarte, aktuell fehlt er angeschlagen. „Gerade er fehlt uns wegen seiner Art und seiner Präsenz“, beklagt der Trainer.

Michael Saerbeck sucht Gespräch mit Sebastian Hänsel

Damit es wieder bergauf geht, hält der Coach Verstärkungen aus dem Westfalenliga-Kader für unausweichlich: „Ohne Abstellungen und Hilfe wird es schwer“. Daher wird er in dieser ­Woche das Gespräch mit Sebastian Hänsel suchen und hofft, „dass der Wille da ist.“ Zumal Gundolf Lorenz, der Sportliche Leiter, längst klargemacht hat, dass die Zweite gerettet werden soll.

Die Zeit drängt jedoch. Schon am Ostermontag steht beim Schlusslicht SC Capelle eine wichtige Partie an. Drei Zähler sollten es auch in zwei Wochen beim Tabellennachbarn in Davensberg werden.

Ansonsten ist Ende Mai nach zehn Jahren Schluss im Kreisliga-Oberhaus. Nach der Meisterschaft in der B-Liga in der Saison 2007/08 und der Beförderung in die A-Klasse, beendete der zweite Anzug des BSV die Saison 2009/10 sogar als Vizemeister. Aktuell machen sich in Roxel ganz andere Sorgen breit.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5620543?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker