Fußball: 3. Liga
„Deviants Ultras“ stellen Unterstützung der Preußen endgültig ein

Münster -

Seit Januar fällt beim SC Preußen der organisierte Support im Stadion weg, weil die Ultras mit der Ausgliederung der Profi-Sparte in eine Kapitalgesellschaft nicht einverstanden sind. Nun haben die „Deviants“, eine von zwei großen Gruppierungen, bekannt gegeben, dass ihre Unterstützung endgültig wegfällt.

Donnerstag, 05.04.2018, 11:02 Uhr aktualisiert: 05.04.2018, 19:05 Uhr
Seit Herbst 2017 schlossen sich „Deviants“ und „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ wieder im Stadion zusammen, um gegen die Ausgliederung zu protestieren. 
Seit Herbst 2017 schlossen sich „Deviants“ und „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ wieder im Stadion zusammen, um gegen die Ausgliederung zu protestieren.  Foto: Jürgen Peperhowe

Seit dem Ausgliederungsbeschluss am 14. Januar haben die Ultra-Gruppen die Unterstützung der Preußen im Stadion eingestellt und auch auswärts nur noch wenige Mitfahrer geschickt. Die „Deviants“, beheimatet im Block M, haben nun verkündet, dass sie endgültig alle Aktivitäten im Stadion beenden.

Auf ihrer Homepage heißt es in einer Stellungnahme: „Das Ergebnis der Abstimmung ist eindeutig wie erschütternd ausgefallen.“ Die GmbH & Co. KGaA werde man niemals im Stadion unterstützen. „Wir wollen und werden kein Teil dieses Fußballs sein! Ultra steht angesichts des inzwischen völlig ökonomisierten Fußballs am Scheideweg. Vor dem Hintergrund der diskutierten Veränderungen sind Fanszenen deutschlandweit gezwungen, ihre roten Linien zu definieren“, heißt es weiter.

Keine gemeinsame Zukunft

„Ultra ist für uns nicht ohne Vereinsliebe denkbar, genauso wenig wie es die Liebe zu einem Spekulationsobjekt ist. Darüber hinaus mussten wir am 14. Januar erkennen, dass der SC Preußen wohl nie der Verein war, zu dem wir ihn in unseren Vorstellungen gemacht haben. Eine gemeinsame Zukunft mit den Menschen, die die Ausgliederung bejahten, kann und wird es für uns nicht geben.“

Die „Deviants“ hatten sich vor etwa neun Jahren von der damaligen „Curva Monasteria“ abgespalten. Wie es mit der anderen großen Gruppe, die in der „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ steht, weitergeht, ist noch offen.

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