Beachvolleyball
Schweißarbeit in Manhattan Beach – Mersmann/Tillmann im Trainingslager

Münster -

Im Herbst 2012 gingen Teresa Mersmann und Cinja Tillmann nach drei gemeinsamen Jahren getrennte Wege, versuchten ihr Glück mit anderen Partner. Doch nun ist das Beachvolleyball-Duo des USC Münster wieder vereint – und bereit für neue Taten, für die es in Kalifornien ordentlich schuftete.

Freitag, 13.04.2018, 14:44 Uhr aktualisiert: 13.04.2018, 19:18 Uhr
Auch Pausen müssen sein: Teresa Mersmann (l.) und Cinja Tillmann aber waren ansonsten in Manhattan Beach sehr fleißig.
Auch Pausen müssen sein: Teresa Mersmann (l.) und Cinja Tillmann waren ansonsten in Manhattan Beach sehr fleißig. Foto: privat

Manhattan Beach – allein der Name zaubert bei Beachvolleyballern ein Glänzen in die Augen. Der Strand vor der Toren von Los Angeles ist die Brutstätte für viele amerikanische Top-Beacher und wird daher auch als „the spiritual home of American beachvolleyball“ bezeichnet. Da verwundert es nicht, dass auch Teresa Mersmann und Cinja Tillmann vom USC Münster begeistert sind von dem Ort in Kalifornien, wo sie knapp drei Wochen lang ein Trainingslager abgehalten haben. „Es war mega. Wir hatten dort beste Bedingungen“, sagt Mersmann.

Unzählige kostenlose Courts, überschaubare Kosten dank günstiger Flüge, viele Trainingspartner und eine Menge Sonne – optimale Zutaten für eine schweißtreibende Vorbereitung, an der auch Rieke Herzog (geb. Brink-Abeler) ihren kleinen Anteil hatte. Die frühere ­Beacherin war einst mit Hella Backhaus (geb. Jurich) in Manhattan Beach und pflegt seitdem Kontakte zur dortigen Szene. „Für uns war es ein Glücksfall. Wir sind dort dank Riekes Verbindung bei einer Freundin untergekommen und hatten direkt Anschluss“, erklärt Mersmann. die in dieser Saison wieder mit Tillmann im Sand spielen wird.

2012 hatte sich das nun wiedervereinte Duo nach drei Jahren und DM-Bronze getrennt, ist nun bereit für neue Taten – auf der nationalen Techniker-Beach-Tour und auch, wenn sie die Möglichkeit ergibt, international. Mögliche Starts im Ausland peilen Mersmann/Tillmann im Mai in Mersin (Türkei) und in Luzern an, erst im Juni beginnt die deutsche Serie mit dem Heimspiel auf Münsters Schlossplatz.

Was sie auf der nationalen Tour erwartet, kann die 27 Jahre alte Blockerin nur schwer einschätzen, die Saison 2018 könnte eine des Umbruchs sein. Die Olympiasieger Laura Ludwig und Kira Walkenhorst setzen aus, dazu haben einige etablierte Spielerinnen wie die DM-Finalistin Tatjana Zautys ihre Karriere beendet. „Es gibt schon einige große Fragezeichen. Wir haben eine klare Spitze, aber dahinter kommen viele Teams, die wie wir nicht mehr zu 100 Prozent professionell unterwegs sind. Mal sehen, wo wir uns einordnen, aber wir wollen uns für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren“, sagt Mersmann.

Ein Ziel, das das von Coach Christoph Kesselmeier bereute Duo erreichen sollte. Der Vorteil, sich schon aus der Vergangenheit zu kennen, hilft ungemein. Eine lange Anlaufphase benötigen Mersmann/Tillmann nicht. „Wir wissen, wie der andere tickt, kennen die Stärken und Schwächen des anderen. Dazu sind wir reicher an Erfahrung und Eigenwissen geworden“, erklärt Mersmann, die zur Finanzierung von Reisen und Unterkünften mit Tillmann ein Crowdfunding auf der Internet-Plattform „kam-on.de“ eingerichtet hat.

Ein neuer Weg, ein Versuch, sich finanziell besser aufzustellen und so den Kopf frei für Beachvolleyball zu haben. Denn dieser Sport ist nach wie vor die Leidenschaft des USC-Duos. Nicht nur in Manhattan Beach.

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