Handball: Landesliga
Kinderhaus korrigiert Schlendrian gegen Everswinkel noch

Münster -

Nach einem furiosen Start knickte Westfalia Kinderhaus im Heimspiel gegen den SC Everswinkel zwischenzeitlich böse ein. Doch der Gastgeber raffte sich noch mal auf und feierte einen wichtigen Heimsieg, der den Klassenerhalt auch endgültig sicherte.

Sonntag, 15.04.2018, 14:08 Uhr aktualisiert: 15.04.2018, 19:44 Uhr
Stephan Dittrich (l.) und Dennis Heyroth (verdeckt) bedrängen erfolglos den Kinderhauser Max Scholz-Sadebeck.
Stephan Dittrich (l.) und Dennis Heyroth (verdeckt) bedrängen erfolglos den Kinderhauser Max Scholz-Sadebeck. Foto: Wilfried Hiegemann

Vor dem Spiel hatte Trainer Sebastian Dreiszis noch gewitzelt: „Wir gewinnen mit einem Tor Unterschied.“ Am Ende war er froh, dass er mit dieser These fast recht hatte. Denn Landesligist Westfalia Kinderhaus landete einen mühsamen 28:25 (12:13)-Erfolg über den SC Everswinkel. Zwei wichtige Punkte für die Hausherren, eine bittere Niederlage für das Kellerkind. Das sind die Fakten.

Die Partie war gerade mal 15 Minuten alt, da konnte der Gast eigentlich schon einpacken. Wie die Feuerwehr hatten die Gastgeber losgelegt und beim 7:1 praktisch die Vorentscheidung geschafft. Dachten sie. Und dachten wohl auch die meisten Zuschauer. Doch im Gefühl eines sicheren Sieges steckt man leicht zurück, schaltet in den Verwaltungsmodus, lässt die Dinge gehen. Selbstläufer eben. Nur diese Rechnung hatte die Westfalia ohne Everswinkel gemacht. Der Abstiegskandidat holte Tor um Tor auf, witterte Morgenluft am späten Abend, war plötzlich wieder dran und dann sogar weg. Dreiszis und sein Team wähnten sich im falschen Film, fanden dann aber doch noch den Schalter, mit dem sie diese Partie erneut drehen konnten.

„Ich weiß nicht, ob ich mich mehr über den Schlendrian nach der klaren Führung ärgern soll. Oder ob ich mich darüber freuen muss, wie wir wieder zurückgekommen sind“, war sich Dreiszis nach dem Abpfiff selbst nicht sicher. „Wir müssen einfach konstatieren, dass wir immer hundert Prozent geben müssen. Mit weniger kommen wir nicht hin.“ Immerhin kam Kinderhaus in der letzten Viertelstunde nicht mehr in Bedrängnis und spielte den Sieg souverän nach Hause. Vermutlich auch deshalb, weil das Team zwar ersatzgeschwächt war, aber dennoch eine stärkere Bank als der Gast aufbieten konnte. Everswinkel ging die Luft aus, während sich die Westfalia noch einmal den zweiten Wind holte. Tore Westfalia : Berger (12), Leenings (5), Aleff, Spreer (je 3), van Heeck, Scholz-Sadebeck, Schulz, Jung, Schulze-Dieckhoff (je 1)

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