Triathlon: Bundesliga
W+F möchte keine Eintagsfliege sein

Münster -

Mit der Chance in der 1. Bundesliga an den Start zu gehen, hatten die Dreikämpfer von Wasser+Freizeit Münster nicht gerechnet. Doch sie kam. Und nun möchte der Verein das Abenteuer angehen, ohne dass daraus eine Eintagsfliege wird.

Freitag, 27.04.2018, 08:00 Uhr aktualisiert: 27.04.2018, 14:44 Uhr
Freuen sich schon auf das Oberhaus: Patrick Hoffmann (links) und Kai Hesterwerth.
Freuen sich schon auf das Oberhaus: Patrick Hoffmann (links) und Kai Hesterwerth. Foto: Wasser und Freizeit

Gekommen, um zu bleiben! Der Song von „Wir sind Helden“ hat etwas Hymnisches. Taugt aber auch als Motto, Parole oder Maxime für die (nahe) Zukunft. Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga wollen sich die Ausdauerhelden von Wasser+Freizeit Münster nicht allein damit zufrieden geben, nur mal eben kurz bei den ganz Großen reinzuschnuppern. Nein, bei W+F gehen sie die Dinge mit Weitsicht an. „Wir wollen schon auf Dauer unsere ganz eigene Rolle im Oberhaus spielen“, sagt Patrick Hoffmann, Sportlicher Leiter, selbstbewusst.

Dass Münster nun mit zwei Vertretungen in der höchsten deutschen Klasse wetteifern darf, ist mehr oder minder einem glücklichen Umstand geschuldet. Als Fünfter in Liga zwei rückten die W+F-Jungs in die Eliteliga nach. Köln als Meister durfte nicht, Hannover und Weimar wollten nicht, Witten fusionierte. Und schon war der Weg frei. „Wir haben kurz die Köpfe zusammengesteckt und zugesagt“, erinnert sich Hoffmann, der mit Kai Hesterwerth die sportlichen Belange rund um das Team regelt. Beide betreten absolutes Neuland – genau wie die Jungs. Aber nur wer Mut hat, innovativ denkt und handelt, vor nichts zurückschreckt, kommt voran.

Voran gehen auch die Planungen für das Abenteuer. Personeller Art. Veranschlagt im Etat sind 10 000 bis 15 000 Euro. Mehr als zu Zweitligazeiten, logisch. Wenig verändert hat sich indes das Gerüst der Mannschaft, die punktuell verstärkt wurde. Die Brüder Jonas und Cedric Osterholt, Stefan Stroick, Robin Willemsen, Eric Bennemann, Roman Schmeier, David Wetzel, Jan-Roelf Heerssema, Ynze Keulstra und Marco Vernooij sowie die beiden jungen Münsteraner Jannik Feder und Quentin Staudinger bilden auch 2018 das Gesicht der Dreikämpfer. Neu sind Pim Venderbosch und der erst 15-jährige Paul Völker. „Wir haben volles Vertrauen in diese Truppe und wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, sagt Hoffmann.

Und doch sind sie sich im Lager von Wasser+Freizeit darüber bewusst, dass sie etwas Zeit benötigen werden, um sich freizuschwimmen. Wichtig scheint vor allem, sich im Rahmen der Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen), nicht zu sehr vor der abschließenden Laufstrecke zu verausgaben. „Eine hohe 14 ist mittlerweile nicht ungewöhnlich“, weiß Hoffmann, beeindruckt von solch Topzeiten, und schiebt hinterher: „15 Minuten sind da schon Standard.“

Wettkämpfe

1. Bundesliga:

2. Juni: Kraichgau

1. Juli: Düsseldorf

22. Juli: Münster

5. August: Tübingen

8. September: Rügen

2. Bundesliga:

20. Mai: Gütersloh

17. Juni: Jena

1. Juli: Grimma

15. Juli: Verl

8. September: Hannover

...

Eine spannende Erfahrung dürfte es allemal werden. Für W+F – und Tri Finish. Zwei Teams aus Münster ganz oben. „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Unter den besten 16 Mannschaften tummeln sich gleich zwei heimische.“ Für Patrick Hoffmann ein Wahnsinn. Der länger als nur eine Saison anhalten soll. Weil: Gekommen um zu bleiben!

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