Basketball
Der UBC Münster schließt die letzte Lücke im Jugend-Leistungskonzept

Münster -

Die Jugendarbeit des UBC Münster trägt seit Jahren Früchte. Doch nicht alles lief in der Vergangenheit rund, so qualifizierte sich der UBC zuletzt nicht für die Nachwuchs-Bundesliga. Dies soll sich nicht wiederholen – und dafür soll mit Maik Berger auch ein neuer Coach sorgen.

Mittwoch, 02.05.2018, 21:10 Uhr aktualisiert: 03.05.2018, 09:44 Uhr
Zwei Trainer, zwei Ziele: Maik Berger (l.) und Peter Lüsebrink, hier eingerahmt von einem Teil ihrer Schützlinge, wollen die ältesten Junioren des UBC in die Nachwuchs-Bundesliga sowie in die Regionalliga führen.
Zwei Trainer, zwei Ziele: Maik Berger (l.) und Peter Lüsebrink, hier eingerahmt von einem Teil ihrer Schützlinge, wollen die ältesten Junioren des UBC in die Nachwuchs-Bundesliga sowie in die Regionalliga führen. Foto: Peter Leßmann

Es ist derzeit nicht leicht, in Münster Korb zu sein: Die Jagdsaison nimmt kein Ende, eine Schonzeit ist offensichtlich nicht vorge­sehen. Die Korbjäger-Gilde der großen Familie des UBC Münster hat die gewaltige Euphorie nach Aufstieg und Pokalsieg ihres Flaggschiffes, den WWU Baskets, scheinbar ohne Reibungsverluste mit in die vermeintlich spielfreie Zeit genommen. Gerade haben Baskets-Trainer Philipp Kappenstein und sein Schützling Andrej König mit den jüngeren Basketballern des Pascal-Gymnasiums das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ gewonnen – die älteren Jahrgänge mussten sich nach unglücklichen Niederlagen mit Platz sieben deutschlandweit „begnügen“.

Beide Truppen rekrutieren sich fast ausschließlich aus den Reihen des UBC, der auch künftig über die Landesgrenzen hinaus punkten will und soll. Der bisherige Jugend-Koordinator Frank Müller hinterlässt Nachfolgerin Marsha Owusu Gyamfi ein bestens bestelltes Feld. Der älteste UBC-Nachwuchs dominierte die U-18-Oberliga und wurde mit Abstand Meister, die U 16 spielte in der Bundesliga (JBBL) bis zur Endrunde eine tragende Rolle, die U 14 belegt Rang vier der Regionalliga, die U 12 liegt derzeit auf Platz sechs. Für die ehemalige Nationalspielerin Owusu Gyamfi Herausforderung und Ansporn zugleich, die Erfolgsgeschichte im Juniorenbereich fortzuschreiben. Bei den Tryouts ist das Interesse so groß wie lange nicht mehr, viele Akteure nehmen den Weg aus Hagen auf sich, um einen Platz bei ihrer ehemaligen Stützpunkttrainerin zu bekommen.

Neues Team Berger/Lüsebrink

Owusu Gyamfi wird sich von den kleinsten Grundschülern bis hin zum Vorzeigeteam in der U-16-Bundesliga um den jüngeren Nachwuchs kümmern – die letzte verbleibende Lücke im Leistungskonzept des UBC sollen Peter Lüsebrink und Maik Berger schließen. Lüsebrink führte zuletzt gemeinsam mit Frank Müller die U 18 zum Titel in der Oberliga – einer Klasse, in der das hoch veranlagte Team sich nie so recht zu Hause fühlte. In der vergangenen Spielzeit sorgte eine unschöne Terminkollision zweier Qualifikationsrunden dazu, dass der UBC im U-18-Bereich gleichzeitig sowohl die NBBL- als auch die Regionalliga-Quali verpasste. Ein Planungsunfall, der sich keinesfalls wiederholen soll. Am 2. Juni spielt der Oberliga-Meister um einen Startplatz in der Regionalliga, am 9. und am 16. Juni soll dann auch wieder das Ticket für die NBBL gebucht werden. Hier kommt dann auch der neue Mann ins Spiel. Berger trainierte bereits unter anderem Citybasket Recklinghausen in der ProB und will jetzt mit Lüsebrink den UBC-Nachwuchs hoffähig machen. Seine Mission ist vorerst bis eben zum Quali-Finale am 16. Juni begrenzt, sollte es dann in der Bundesliga weitergehen, wird die Zusammenarbeit fortgesetzt. Berger würde das Team assistiert von Lüsebrink coachen. In umgekehrter Hierarchie würde das Duo dann auch die Reserve der Senioren (2. Regionalliga) – im Optimalfall nahezu identisch mit der NBBL-Auswahl – betreuen.

Damit wäre das von Kappenstein seit Jahren angestrebte durchgehende Nachwuchskonzept bis zur ProB gewährleistet. In seiner Doppelfunktion als Sportlehrer am Pascal-Gymnasium und als Chefcoach bei den Baskets steht er ohnehin für den möglichst reibungslosen Übergang vom Junioren- zum Leistungssport. Möglich sind dann abgestimmte und angrenzende Trainingseinheiten beider Senioren-Teams, die den Youngster-Weg nach oben etwas ab­kürzen könnten.

Kappenstein-Entscheidung naht

„Es wäre natürlich schön, wenn sich der Drittliga-Kader immer wieder mit aufstrebenden jungen Spielern messen könnte und müsste. Aber so haben wir es ja eigentlich immer gehalten“, sagt Kappenstein, der sich derzeit noch mit Manager Helge Stuckenholz über die zukünftige Zusammenarbeit austauscht. Eine Entscheidung, ob Kappenstein auch in der kommenden Drittliga-Spielzeit wie von Vorstand und Manager erwünscht die Geschicke der WWU Baskets leitet, wird in den kommenden Wochen erwartet.

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