Fußball: 3. Liga
Abschiedsrunde im Preußenstadion

Münster -

Die aktuelle Saison des SC Preußen Münster ist mit etwas gutem Willen vielleicht noch als mittelmäßig zu bewerten. Trainer Marco Antwerpen hat die Bilanz seit Amtsantritt zu Jahresbeginn nach Kräften geschönt – dennoch wird von der Spielzeit 2017/18 schon in wenigen Wochen wohl nur noch die Ausgliederung der Profi-Abteilung in Erinnerung bleiben.

Freitag, 04.05.2018, 14:54 Uhr aktualisiert: 04.05.2018, 19:02 Uhr
Per Handschlag konnten sich Adriano Grimaldi, Philipp Hoffmann und Lion Schweers in Chemnitz von den eigenen Fans verabschieden. Zum letzten Heimspiel werden gegen Lotte rund 6500 Zuschauer erwartet.
Per Handschlag konnten sich Adriano Grimaldi, Philipp Hoffmann und Lion Schweers in Chemnitz von den eigenen Fans verabschieden. Zum letzten Heimspiel werden gegen Lotte rund 6500 Zuschauer erwartet. Foto: Jürgen Peperhowe

Sportlich wird sich das kollektive Langzeitgedächtnis mit Münsters siebter Drittliga-Saison kaum länger als eine Zigarettenlänge beschäftigen. Aber es bleiben ein paar Randnotizen für die Statistiker und Historiker.

Rückblick auf Rekorde 

Den 100. Dreier in Liga drei schaffte der SCP beim 2:1 in Chemnitz. Am 29. Oktober kassierte Benno Möhlmann beim 2:6 in Wiesbaden die höchste Klatsche in Münsters Drittliga-Geschichte, am 30. Januar landete Marco Antwerpen beim 5:0 gegen RW Erfurt den höchsten Preußen-Sieg in Liga drei. Nie zuvor hat ein Preußen-Spieler, geschweige denn überhaupt ein Drittliga-Akteur, in dieser Spielklasse nach Einwechslung vier Treffer in einer Halbzeit erzielt. Das erledigte Michele Rizzi am 3. Februar beim 4:2-Erfolg in Bremen.

Gegnercheck: SF Lotte

Die Ausgangslage: Vier Trainer in einer Saison stellen so etwas wie einen Rekord da. Erst Chefcoach Nummer vier, Andreas Golombek, hat die Mannschaft in die Spur gebracht und frühzeitig den Klassenerhalt geschafft.

Das Personal: Neben den langzeitverletzten Offensivkräften Bernd Rosinger und Jaroslaw Lindner fallen die Abwehrspieler Adam Straith (Achillessehne) und Alexander Langlitz (Rippenprellung) aus. Passen mus auch Torjäger Max Oesterhelweg (5. gelbe Karte). Dagegen kehren Matthias Rahn und Michael Schulze zurück.

Der Trainer: Andreas Golombek als Trainer Nummer vier erst seit November im Amt hat den Klassenerhalt sicher geschafft. Sein Vertrag wurde aber nicht verlängert.

Kuriosum: Wie in jedem Jahr tun sich die Sportfreunde schwer, personelle Veränderungen kund zu tun. So steht noch nicht fest, wer neuer Trainer wird, welche Neuzugänge kommen und welche auslaufenden Verträge verlängert werden.

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Spielszenen: SF Lotte vs. Preußen Münster

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  • Spielszenen: SF Lotte vs. Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
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Auch zwei Spieltage vor Schluss gibt es noch etwas zu erledigen für Antwerpen und sein Team:

► Abschlusstabelle: Derzeit haben die Preußen als Tabellenelfter 48 Zähler auf dem Konto – nie waren es am Saisonende weniger. Doch Antwerpen kann in den verbleibenden beiden Partien noch reichlich nachlegen. Den aktuellen Minusrekord verbuchte Horst Steffen in der Spielzeit 2015/16: Seine Preußen beendeten die Saison mit 49 Zählern – immerhin reichte das für Rang neun. 50 Punkte verbuchte der SCP in seiner Premierensaison, die Pavel Dotchev 2011/12 zu Ende brachte, mit Platz zwölf war das zugleich die schlechteste Platzierung. Dotchev hält mit eindrucksvollen 72 Punkten und Platz vier 2012/13 auch die Bestwerte. 13/14 landeten die Preußen unter Ralf Loose mit 53 Zählern auf Rang sechs, ein Jahr später brachte es erneut Loose auf 54 Punkte und Rang acht. In der abgelaufenen Spielzeit belegte Benno Möhlmann im Abschlusstableau Platz 9 mit 51 Punkten.

► Torjäger: Bester Preußen-Torjäger der Drittliga-Geschichte ist der unvergessene Matthew Taylor mit 16 Treffern in der Fast-Aufstiegssaison 2012/13. Ein Jahr zuvor machte Stefan Kühne mit bescheidenen sechs Treffern das Rennen und auch 2013/14 schaffte es kein Stürmer an die Spitze der internen Torschützenliste: Dennis Grote war neun Mal erfolgreich. Marcel „Cello“ Reichwein, der 2014/15 mit elf und 2015/16 mit sieben Treffern die Liste anführte. Acht Tore standen vor Jahresfrist auf dem Konto des Top-Schützen Adriano Grimaldi, der jetzt noch 180 Minuten Zeit hat, den Taylor-Rekord anzugreifen. Aktuell hat der scheidende Kapitän 13 Treffer verbucht.

► Zuschauerzahl: Nie wollten weniger Fans den SCP sehen. Erstmals wird Münster nicht die 7000er Marke knacken. Nach 18 Heimspielen liegt der Zuschauerschnitt bei 6652. Dass die Sportfreunde Lotte die für die 7000er-Marke notwendigen 13 251 Fußballfreunde am Samstag (13.30 Uhr) ins Stadion locken, scheint ausgeschlossen – wahrscheinlich erscheint knapp die Hälfte. Den bisherigen Minus-Wert lieferte die erste Drittliga-Spielzeit 2011/12 mit 7024 Zuschauern, 9144 kamen 2014/15.

SC Preußen Münster: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Mai, Braun, Borgmann – Kobylanski – Hoffmann, Grimaldi

Anstoß um 13.30 Uhr

Der vorletzte Spieltag beginnt auf allen zehn Drittliga-Plätzen pünktlich um 13.30 Uhr – um mögliche Wettbewerbsverzerrungen auszuschließen. Im Falle der Preußen gegen die Sf Lotte eine komplett überflüssige Maßnahme: Tabellarisch wird diese Partie keinen Wellengang verursachen. Dennoch bleibt SCP-Trainer Marco Antwerpen sich treu: „Ich will jedes Spiel gewinnen.“ Verlieren wird er in jedem Fall acht Spieler, die vor der Partie (13.10 Uhr) verabschiedet werden: Mehmet Kara, Adriano Grimaldi, Stéphane Tritz, Jeron Al-Hazaimeh, Sebastian Mai, Nils Körber, Nico Rinderknecht und Luis Klante. Cyrill Akono und Jannik Borgmann müssen krankheitsbedingt passen, der Einsatz von Ole Kittner ist gefährdet. Einen Kurzeinsatz wäre Michele Rizzi zuzutrauen.

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