Mi., 09.05.2018

Tennis: 2. Bundesliga Der TC Union Münster will den fünften Klassenerhalt

Ria Dörnemann (l.) und Franziska Etzel kämpfen im fünften Zweitliga-Jahr des TC Union um den Klassenerhalt.

Ria Dörnemann (l.) und Franziska Etzel kämpfen im fünften Zweitliga-Jahr des TC Union um den Klassenerhalt. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Der TC Union gehört mittlerweile zum Establishment der 2. Bundesliga Nord. Seit 2014 mischt der Club von der Steinfurter Straße im Tennis-Unterhaus mit, wehrt sich seitdem erfolgreich gegen den Abstieg. Gegen den geht es auch ab Donnerstag wieder, wenn der TCU den LLTC RW Berlin empfängt.

Von Henner Henning

Wenn in der 2. Tennis-Bundesliga Nord die Frage nach möglichen Absteigern aufkommt, fällt Jahr für Jahr und in schöner Regelmäßigkeit auch der Name des TC Union Münster. Doch Fakt ist: Seit dem Aufstieg 2013 und der Premierensaison 2014 hat sich der Club von der Steinfurter Straße stets als so hartnäckig erwiesen, dass der TCU nun in sein fünftes Zweitliga-Jahr im DTB-Unterhaus geht.

Längst hat es sich über die Grenzen Westfalens hinaus herumgesprochen, dass in Münster gute Arbeit verrichtet wird. Und diese soll auch in der am Donnerstag (11 Uhr) mit der Partie gegen den LLTC RW Berlin beginnenden Spielzeit die nötigen Früchte bringen. „Wir wollen wieder den Klassenerhalt schaffen. Wohlwissend dass dies in dieser Saison enorm schwer wird“, meint Trainer Thomas Heilborn. Er wiederholt sich, schließlich hat der Coach diese oder ähnliche Worte bereits in den vergangenen vier Jahren jeweils vor dem Auftakt gesagt.

Als ein Understatement ist seine Aussage aber nicht zu werten, vielmehr weiß Heilborn, dass auch diesmal wieder alles passen muss, damit 2019 weiter Zweitliga-Tennis in Münster zu sehen sein wird. Zu den favorisierten Teams aus Berlin – neben Rot-Weiß ist auch Bundesliga-Absteiger TC 1899 Blau-Weiß als Hauptstadt-Vertreter in der zweithöchsten Klasse dabei – und dem stark besetzten Marienburger SC kommt mit dem TC Bredeney ein überdurchschnittlich guter Aufsteiger dazu. „Die Qualität ist durch die Bank höher geworden“, meint der 68-Jährige.

Die Termine

10. Mai: LLTC Rot-Weiß Berlin (H)

13. Mai: TC 1899 Blau-Weiß Berlin (A)

19. Mai: Marienburger SC (A)

21. Mai: TC Bredeney (H)

8. Juni: spielfrei

10. Juni: RTHC Bayer Leverkusen (A)

17. Juni: Großflottbeker THGC (H)

Bleiben im Kampf um den Ligaerhalt die beiden weiteren Neulinge RTHC Bayer Leverkusen und der Großflottbeker THGC, die Union zu gerne hinter sich lassen würde. „Diese beiden Teams haben wir uns ausgeguckt“, gesteht Heilborn. Und wie es der Spielplan so will, könnte es tatsächlich zum Showdown an den letzten beiden Spieltagen kommen, wenn Union erst in Leverkusen gastiert und dann die Gäste von der Elbe empfängt.

Eine spezielle Drucksituation, die da auf den TCU zukommen könnte. „Aber ich denke, dass meine Mannschaft erfahren genug ist und mit dieser Situation umgehen kann. Auch wenn wir vorher vier Mal verloren haben sollten“, sagt Heilborn auch mit dem Wissen, dass sein Team in der Zweitliga-Vergangenheit immer dann geliefert hat, wenn es liefern musste. Und verschlechtert hat sich der TCU-Kader auch nicht. Einen Abgang gab es nicht zu verzeichnen, dafür kehrt in das eingeschworene Kollektiv mit Julia Wacha­czyk nach ihrem einjährigen Gastspiel beim TC BASF Ludwigshafen eine echte Verstärkung zurück. Von 2014 bis 2016 hatte die Linkshänderin für Union gespielt, war dabei ein Garant für die Klassenerhalte – und soll es auch diesmal sein.

Gegen Berlin führt sie Münster an, da die ausländischen Kräfte um Neuzugang Tamara Zidansek (Slowenien), Chanel Simmonds (Südafrika) und Melanie Klaffner (Österreich) noch nicht dabei sind. Neben Wachaczyk sind gegen Rot-Weiß Franziska Etzel, Manon Kruse, Ria Dörnemann, Andrea Böckmann und Tina Kötter vorgesehen, dagegen muss der 18-jährige Neuzugang Anastazja Rosnowska wegen einer Zwerchfell-Blessur passen – Ausfalldauer ungewiss. Ein Rückschlag für den TCU, dem aber zuzutrauen ist, auch im Sommer 2019 wieder auf der Liste der möglichen Zweitliga-Abstiegskandidaten zu stehen. Denn eines ist sicher: Erneut wird Union hartnäckig und unangenehm sein.



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