Do., 17.05.2018

Tennis: 2. Bundesliga Der TC Union Münster steht vor einem Doppelpack mit Fragezeichen

Spielt sie oder spielt sie nicht? Der Einsatz von Chanel Simmonds ist noch offen.

Spielt sie oder spielt sie nicht? Der Einsatz von Chanel Simmonds ist noch offen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Nach zwei Spieltage, also nach einem Drittel der Saison, liegt der TC Union Münster nicht nur im Soll, er hat sogar seine Erwartungen mit dem 5:4-Erfolg über den LTTC RW Berlin übertroffen. Die Überraschung trüben konnte auch das klare 1:8 beim Bundesliga-Absteiger TC 1899 BW Berlin nicht, der Tennis-Zweitligist geht mit personellen Fragezeichen in den Pfingst-Doppelpack.

Von Henner Henning

Am Samstag (12 Uhr) wartet auf den TCU mit der Partie beim Marienburger SC eine interessante Aufgabe, die mit einigen Fragezeichen auf beiden Seiten versehen ist. Der Club aus Köln ist mit zwei Niederlagen gestartet, darunter ein unerwartetes 4:5 gegen Bayer Leverkusen. Das erhöht für den MSC den Druck, ein weiterer Misserfolg ist fast schon verboten.

„Die Frage ist, ob Marienburg nicht anders aufstellen konnte oder nicht anders wollte. Ich rechne auf jeden Fall damit, dass Marienburg mit der besten Besetzung gegen uns antreten wird“, sagt Münsters Coach Thomas Heilborn, der die Aufstellung seines Teams auch noch nicht zu 100 Prozent kennt.

Kötter nicht dabei

Klar ist, dass die privat verhinderte Tina Kötter sowohl in Marienburg als auch am Montag (11 Uhr) gegen den TC Bredeney nicht dabei ist. Dazu wird sich die Union-Premiere von Tamara Zidansek weiter verschieben, die 20-jährige Slowenin ist in Paris, wo sie bei den French Open als Nummer 124 der Welt in die Qualifikation geht.

In die möchte beim WTA-Turnier in Nürnberg auch Chanel Simmonds (Südafrika). Sollte die Linkshänderin nicht zur Mannschaft stoßen, könnten Anastazja Rosnowska oder Emily Hodges die Riege der gesetzten Julia Wachaczyk, Franziska Etzel, Manon Kruse, Ria Dörnemann und Andrea Böckmann komplettieren. Rosnowska kehrt nach einer Zwerchfell-Verletzung zurück und soll nach ersten zaghaften Einheiten langsam wieder an den Wettbewerb herangeführt werden.

Bredeney als Aufstiegskandidat

Unabhängig von den Aufstellungen wird das Duell am Montag auf heimischer Anlage wohl deutlich kniffliger. Bredeney als Aufsteiger hat große Ambitionen und durchaus die Möglichkeit, BW Berlin im Kampf um den Sprung in die Bundesliga mächtig zu fordern. Die Namen auf der Meldeliste stehen durch die Bank für Klasse, neben den ausländischen Spielerinnen bürgen Sarah Gronert, Carolin Daniels, Dinah Pfizenmaier oder Nicola Geuer für Qualität.

„Für mich ist Bredeney der Aufstiegsfavorit. Für uns wird es darum gehen, kein Risiko mit Blick auf die kleineren Blessuren einzugehen“, sagt Heilborn. Priorität hat Marienburg – bei allen Fragezeichen.



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