Di., 22.05.2018

Handball: Frauen-Verbandsliga Westfalia muss ohne Richter, Schürmann und Korner planen

Andrea Richter war nach einer turbulenten Saison am Ende ein wenig platt, ist nach aktiver Erholungsphase mit den Mannschaftskameradinnen auf Mallorca wieder auf den Beinen, wird die Westfalia aber wohl verlassen.

Andrea Richter war nach einer turbulenten Saison am Ende ein wenig platt, ist nach aktiver Erholungsphase mit den Mannschaftskameradinnen auf Mallorca wieder auf den Beinen, wird die Westfalia aber wohl verlassen. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Das Saisonfinale verlief nicht nach Wunsch für Westfalia Kinderhaus. Auf den letzten Metern verspielten die Frauen doch noch den Aufstieg. Nach der Abschlussfahrt richtet sich der Blick nach vorne. Alexa Beckmann kehrt wohl zurück. Am Kader müssen nur kleinere Änderungen vorgenommen werden.

Von Michael Schulte

Sonne genießen, schwimmen gehen, Seele baumeln lassen, Party machen. Die Damen von Westfalia Kinderhaus haben eine anstrengende Saison hinter sich und erholten sich bis Dienstag auf Mallorca. Der Vizemeister der Verbandsliga hat den verpassten Aufstieg verdrängt und blickt lieber zuversichtlich nach vorn. Mit gutem Grund. Denn das Team bleibt weitgehend zusammen, was den alten und neuen Trainer Florian Ostendorf sehr freut.

„Ich habe eine super junge Mannschaft, die noch großes Entwicklungspotenzial besitzt. Dazu ist sie eingespielt, was die Vorbereitung auf die neue Spielzeit enorm erleichtert.“ Der Coach verweist darauf, dass er in der zurückliegenden Saison viel Zeit für die Grundlagenarbeit aufwenden musste, was letztlich auf Kosten des Zusammenspiels ging. „Wir haben spielerisch erst spät überzeugt, das wird uns jetzt wohl nicht mehr passieren.“ Er kann seine Trainingsarbeit auf einer stabilen Basis aufbauen, wichtige Schwerpunkte anders setzen, Vorhandenes festigen. Gute Voraussetzungen.

Das gilt auch für das Personal. Andrea Richter hört auf oder legt zumindest eine Pause ein. Die Torhüterinnen Kristin Schürmann (Studium außerhalb von Münster) und Jana Korner (als Polizistin im Ruhrgebiet) müssen aus beruflichen Gründen passen. Und bei Frauke Schibilla wird es darauf ankommen, ob sie beruflich in oder um Münster herum Fuß fasst. Gelingt das, darf die Westfalia auf die Rückraumspielerin weiter zählen. Alle anderen bleiben sowieso, was angesichts des ohnehin recht großen Kaders nicht gerade den Hilferuf nach Neuzugängen auslöst. „Dennoch halten wir die Augen offen. Denn bei einer Studentenmannschaft, wie bei uns, ist man ja nie vor plötzlichen Veränderungen geschützt.“ Ostendorf hat seine Fühler ausgestreckt, kann aber noch nichts vermelden. Mit einer Ausnahme: Alexa Beckmann kehrt nach ihrem Oberliga-Abstecher zur SV Ibbenbüren zur Westfalia zurück. Gerüchten zufolge habe Kira Enders mit einem Wechsel zum Oberligisten SC Everswinkel geliebäugelt. „Aber da ist gar nichts dran, das hat mir Kira versichert.“

Mitte Juni hat Ostendorf die erste Besprechung zur neuen Saison angesetzt. Ende Juni beginnt das Training. „Die Zeit bis dahin sollen alle nutzen, die Köpfe frei zu kriegen und sich erst mal nicht so oft zu sehen.“ Nach den intensiven Teambuilding-Tagen auf Mallorca passt das gut ins Konzept.



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