Di., 22.05.2018

Fußball: Kreisliga A TSV Handorf und BW Aasee II bejubeln den Aufstieg

Feucht-fröhlich ging es natürlich bei der Aufstiegsfeier des TSV Handorf zu.

Feucht-fröhlich ging es natürlich bei der Aufstiegsfeier des TSV Handorf zu. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

Münster - 

Der TSV Handorf und BW Aasee II haben am Wochenende den Aufstieg in die Kreisliga A perfekt gemacht. Jubel und Trubel waren garantiert. Im Keller bleibt es dagegen noch relativ spannend. Und die Relegationen kommen ja erst noch.

Von Thomas Rellmann

Für Nicolas Hendricks hätte der Sonntag nicht besser laufen können. Mit seinem Noch-Club TSV Handorf schaffte er durch das 10:0 gegen den SV Mauritz II als Meister der Kreisliga B2 den ersehnten Aufstieg – kurz darauf packte dann sein künftiges Team, der 1. FC Gievenbeck II, den Bezirksliga-Klassenerhalt. „Das passte hundertprozentig, ein perfekter Tag. Dass beides zusammenfiel, war tatsächlich die Krönung“, sagte der 32-Jährige, auch wenn er mit beidem rechnen durfte.

In einer Hinrunde mit vielen verlegten Auswärtspartien waren die Gelb-Roten noch BW Beelen hinterhergehechelt, doch nach einem 0:2 beim FC Greffen im Spätherbst gewann das Team 14 Spiele und leistete sich nur ein Remis bei der SG Telgte II, als sieben Stammspieler gleichzeitig im Skiurlaub waren. Schlüssel war letztlich der klare 3:0-Erfolg gegen Beelen vor zwei Wochen, es folgte die 6:2-Revanche in Greffen und nun der zweistellige Triumph gegen den Nachbarn.

Für Hendricks, der vor vier Jahren nach dem Bezirksliga-Abstieg kam und aufgrund der A-Liga-Reform sofort durchgereicht wurde, war es der ideale Abschluss seiner Amtszeit. „Damals waren einige gute Leute gegangen, es gab wenig Nachwuchs“, sagt er. Das ist heute anders. Niklas Dombrowsky, Torben Redbrake, Marcel Leser oder Jonas Beßmann stehen exemplarisch für einen „überragenden 97er-Jahrgang“, so Hendricks. Ja, die Alpin-Clique. „Mit denen hatte ich richtig Glück.“ Ein eingeschworener Haufen, der auch in der Endrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft schon brillierte. Sein Nachfolger wird ein altes TSV-Gesicht, Christian Hölker. „Das Fundament ist da, um mittelfristig oben dabei zu sein, wenn die guten Jungs bleiben“, so Hendricks.

Im Vorjahr hatte Handorf noch Pech, dass Concordia Albachten als einer von zwei A-Liga-Meistern in der Relegation scheiterte und der Sieg in der Vize-Dreierrunde wertlos wurde. Diesmal schafft es einer aus dem Trio BG Gimbte, Beelen (oder SC Münster 08 II) und SC Gremmendorf sicher, vielleicht sogar ein zweiter, wenn sowohl die SG Telgte als auch der noch offene Meister der A2 (SV Rinkerode oder SV Bösensell) aufsteigen.

Nicht mehr auf diese Clubs schauen muss BW Aasee II. Die Zweitvertretung machte ebenfalls am Sonntag Platz eins dingfest. Das 2:1 gegen den VfL Wolbeck II war zwar eine knappere Angelegenheit, der Titel hatte sich aber auch hier schon einige Wochen abgezeichnet. „Die Kreisliga A kann sich warm anziehen“, sagte Trainer Christian Gruber voller Euphorie. Der 3:1-Sieg gegen Gremmendorf hatte zuvor die Weichen gestellt.

Bliebe noch die Frage, wie der Abstiegskampf im Kreis-Oberhaus ausgeht. Wichtig zu wissen: Die 14. beider Staffeln müssen ein Entscheidungsmatch austragen, wenn die Warendorfer SU aus der Bezirksliga 7 absteigt. Der 14. der Tabelle hat drei Zähler Rückstand auf den SuS Ennigerloh und muss zwingend den SV Drensteinfurt schlagen.

Bleibt die WSU drin, ist in der A1 Eintracht Münster gerettet. Zwei Zähler Vorsprung auf den BSV Ostbevern und Absteiger SC Füchtorf als finale Aufgabe sollten aber auch so reichen, um auf Nummer sicher zu gehen. In der A2 ist der BSV Roxel II theoretisch noch gefährdet, hat nach dem 2:0 am Dienstagabend gegen den TuS Ascheberg aber alles in eigener Hand.



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