Leichtathletik: 35. Rhein-Ruhr-Marathon
Ein Schotte läuft David Schönherr davon

Münster -

David Schönherr von den Laufsportfreunden Münster sicherte sich beim 35. Rhein-Ruhr-Marathon Platz zwei. Hinter einem Schotten. Nikki John­stone war nicht zu schlagen.

Dienstag, 05.06.2018, 17:14 Uhr
Die drei Erstplatzierten des Rhein-Ruhr-Marathons: (v. l.) LSF-Athlet ­David Schönherr, Nikki Johnstone und Dani Tsgay.
Die drei Erstplatzierten des Rhein-Ruhr-Marathons: (v. l.) LSF-Athlet ­David Schönherr, Nikki Johnstone und Dani Tsgay. Foto: Uli Hörnemann

Nikki John­stone, der strahlende Sieger beim 35. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg in 2:28:40 Stunden, futterte im Ziel eine Banane. Er ist ein Vielfraß: Binnen fünf Wochen hat der Schotte fünf Marathons absolviert, alle unter 2:30 Stunden. David Schönherr von den Laufsportfreunden Münster, Gesamtzweiter in 2:34:36 Stunden, wunderte sich über den Dauer(b)renner, der da aufgewachsen ist, wo „Nessie“, das Ungeheuer von Loch Ness, angeblich sein Un­wesen treibt: im schottischen Hochland.

„Wie macht er das bloß?“, fragte sich der FH-Student für Therapie- und Gesundheitsmanagement, „der Kerl sammelt die Marathonläufe wie andere Briefmarken. ­Unglaublich.“ Dann versuchte er, den Highlander, der in Düsseldorf heimisch geworden ist, noch an Ort und Stelle für den Münster-Marathon zu begeistern. „Komm‘ doch im September zu uns! Ich mache da Tempo für die schnellsten Deutschen“, meinte Schönherr, dessen Mutter Birgit Schönherr-Hölscher noch 2015 in Duisburg in 3:05:18 Stunden gewonnen hatte.

Der Dritte im Bunde war fix und fertig. Dani Tsgay, 17 Jahre jung, hatte Johnstone auf der ersten Hälfte (1:14:23 Stunden) noch begleitet und büßte bitter für seinen Wagemut. Für den Flüchtling aus Eri­trea war das Rennen an Rhein und Ruhr ein Kraftakt (2:40:40 Stunden).

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