Mo., 11.06.2018

Volleyball: Deutsche U-14-Meisterschaft BW Aasee holt Silber und ist erschöpft, aber glücklich

Eingerahmt von Familien und Freunden feiern die U-14-Juniorinnen vom BW Aasee die deutsche Vizemeisterschaft.

Eingerahmt von Familien und Freunden feiern die U-14-Juniorinnen vom BW Aasee die deutsche Vizemeisterschaft. Foto: BWA

Münster - 

Platz zwei in diesem elitären Feld – das konnte sich nicht nur sehen lassen, das war eine echte Sensation. Bei der U-14-DM mussten sich die Mädels von BW Aasee erst im Finale dem Schweriner SC beugen, gewannen aber auch hier den ersten Satz.

Von Henner Henning

So richtig sortiert hatte Nils Kaufmann auch nach einer Nacht die Gefühle noch nicht. Zu groß waren die Emotionen, die der Trainer mit den U-14-Juniorinnen von BW Aasee bei der Endrunde der Deutschen Meisterschaften erlebt hatte. Dekoriert mit Silber beendete der Volleyball-Nachwuchs das Turnier, das sich in den Erinnerungsschatz der Blau-Weißen eingebrannt hat. „Das war ein unglaublich intensives, ereignisreiches und lehrreiches Wochenende“, sagte Kaufmann.

Für ihn selbst war es die zweite DM-Endrunde, vor einigen Jahren hatte sich der Coach schon einmal mit einer Junioren-Mannschaft des TSC Gievenbeck qualifiziert. Doch auch Kaufmann machte in Brandenburg noch einmal neue Erfahrungen. „Im Kinder-Volleyball geht es mitunter sehr schnell, da können zwei Fehler schon einen Stimmungswechsel entfachen. Die Spiele waren bei uns immer in einem Auf- und Ab-Rhythmus, der bis auf das Finale zum Glück immer mit einem Auf endete“, erklärte Kaufmann, dessen Team in der Vorrunde Siege über den 1. VC Wiesbaden (2:1), den SV Mauerstetten (2:0) und den VC Offenburg (2:0) feierte und jeweils durch Tiebreak-Erfolge gegen Rotation Prenzlauer Berg und Gastgeber BW Brandenburg ins Endspiel einzog.

Dort wartete mit dem Schweriner SC der Nachwuchs des aktuellen Deutschen Frauen-Meisters – ein Brett, das Aasee aber fast gebohrt hätte. Mit 25:22 gewann Münster den ersten Abschnitt und sorgte beim 23:25 im zweiten Durchgang noch einmal für Spannung. „Aber dann waren die Mädels stehend k.o., das war auch unserer kräftezehrenden Spielweise geschuldet“, erläuterte Kaufmann, der den klaren Tiebreak (6:15) vorhergesehen hatte. „Da war dann einfach nicht mehr möglich.“ Total erschöpft, aber nach der ersten und verständlichen Enttäuschung doch glücklich ging es zurück in die Heimat. „Es war ein Wochenende voller Emotionen. Die Mädels können mit jeder Faser ihres Körpers stolz auf die Leistung und ihr Können sein“, sagte Kaufmann, der wie seine Schützlinge auch Montag noch überwältigt war.

BWA-Kader: Josefine und Antonia Meiser, Finja Stöppler, Nele Eichendorff, Amelie Strothhoff, Hannah Schippers, Jule Elbers, Azra Dimann, Julia Fuchs, Franziska Schwitzki, Pauline Winterkamp</p>



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