Di., 12.06.2018

Fußball: 3. Liga Preußen-Sportchef Metzelder im Interview: „Ich freue mich auf die Saison“

Malte Metzelder hofft zum Trainingsauftakt der Preußen auf frische und ausgeruhte Preußen-Spieler. Der Geschäftsführer der Preußen selber hat dagegen noch keine Gelegenheit zum Ausspannen gehabt.

Malte Metzelder hofft zum Trainingsauftakt der Preußen auf frische und ausgeruhte Preußen-Spieler. Der Geschäftsführer der Preußen selbst hat dagegen noch keine Gelegenheit zum Ausspannen gehabt. Foto: Gunnar A. Pier

Münster - 

Malte Metzelder hat die Lizenz für die kommende Spielzeit abgeheftet, schließt Verträge mit Neuzugängen ab und ist nebenbei auf der Suche nach einem Hauptsponsor. Es gibt viel zu tun in der Schaltzentrale des SC Preußen: Der Geschäftsführer packt´s an.

Am Dienstag hat Malte Metzelder quasi im Vorbeigehen die Lücke im Tor geschlossen. Der Geschäftsführer Sport des SC Preußen Münster hat mit Oliver Schnitzler den benötigten Torwart verpflichtet und damit das nächste Puzzle­stück in die komplexe Saisonplanung eingefügt. Doch noch gibt es reichlich Löcher zu stopfen und damit wenig Zeit zum Durchatmen auf der Preußen-Kommandozentrale – und dann ruft auch noch die Presse an. „Die Zeit nehme ich mir“, sagte Metzelder und stand Redakteur Ansgar Griebel Rede und Antwort.

An Arbeit mangelt es nicht, an Freizeit schon. Gab es in der kurzen spielfreien Phase Zeit für Urlaub?

Metzelder (lacht): Na ja, ich habe mir die Frechheit erlaubt, mir über meinen Geburtstag ein Wochenende frei zu nehmen. Aber das Telefon war dabei und über das Teufelsgerät war ich auch da jederzeit erreichbar.

Jetzt übernimmt der Chefcoach, am Mittwoch ist Trainingsstart. Muss der Geschäftsführer nun bei jedem Trainingsspiel am Platz stehen?

Metzelder: Nein, vielleicht werde ich mir dann noch eine kurze Auszeit gönnen können. Lang wird die aber nicht sein.

Langsam wird die To-do-Liste abgearbeitet. Hand aufs Herz: Mussten Sie einmal tief durchatmen, als der Lizenzbescheid des DFB auf dem Schreibtisch lag?

Metzelder: Eigentlich nicht. Ich war immer zuversichtlich. Da gab es die eine oder andere Sache zu regulieren, aber wir hatten das sehr gut auf den Weg gebracht. Das habe ich nie als wirklich bedrohlich empfunden.

Geld und Sport gehören irgendwie zusammen. Aber ist die Doppelbelastung als Sportverantwortlicher und Geschäftsführer der Kapitalgesellschaft auf Dauer überhaupt zu stemmen?

Metzelder: Das war vorher ja nicht anders, als ich Sportdirektor war und gleichzeitig die Geschäftsstelle geführt habe. Jetzt freue ich mich, dass mit Bernhard Niewöhner als weiterem Geschäftsführer Verstärkung da ist. Wir werden das jetzt nach Fachbereichen aufteilen, und Bernhard ist aufgrund seiner Vorkenntnisse bei den Finanzen sehr gut im Bild.

Kann man in dieser Phase Erwartungen formulieren?

Metzelder: Ich werde nicht über Platzierungen und Zielvorgaben sprechen, bevor die Mannschaft komplett ist und das Training überhaupt begonnen hat. Ich bin gespannt, wie sich die Spieler präsentieren, es hatten ja alle ihre Trainingspläne dabei. Und so viel kann ich schon sagen: Ich freue mich schon sehr auf diese Drittliga-Saison mit sehr attraktiven Gegnern . . .

Die finanziell zum Teil sehr attraktiv ausgestattet sind.

Metzelder: Ja. Aber ich sehe das ganz pragmatisch. Wer viel Geld hat, hat das nicht automatisch auch sinnvoll eingesetzt. Wir arbeiten mit dem, was wir haben und bauen unseren Kader Schritt für Schritt auf.

Ein paar Schritte sind auf diesem Weg noch zu gehen. Der Trainer wäre gern schon weiter.

Metzelder: Natürlich möchte ein Trainer zum Trainingsstart den Kader am liebsten komplett haben. Aber das ist eben nicht immer möglich.

Am Dienstag ist mit Oliver Schnitzler überraschend die letzte Stelle im Tor vergeben worden.

Metzelder: Das mag nach außen überraschend wirken. Aber da steckt viel Vorbereitungsarbeit drin. Man sieht nicht alles, was hier hinter den Kulissen getan wird ...



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