Mi., 13.06.2018

Leichtathletik: Leonardo-Campus-Run Läuft doch!

Haben alles im Griff: (von links) Corinna Hoffmann (HSP-Wettkampfsport), Gerrit Borgmann (Zentrum für Sportmedizin), Uwe Eggelsmann (Sparkasse Münsterland Ost), Tim Seulen (Leiter HSP-Wettkampfsport), Felix Melchers (HSP-Wettkampfsport).

Haben alles im Griff: (von links) Corinna Hoffmann (HSP-Wettkampfsport), Gerrit Borgmann (Zentrum für Sportmedizin), Uwe Eggelsmann (Sparkasse Münsterland Ost), Tim Seulen (Leiter HSP-Wettkampfsport), Felix Melchers (HSP-Wettkampfsport). Foto: Julia Menten

Münster - 

Zum 18. Mal hebt sich am 20. Juni der Vorhang für den traditionellen Leonardo-Campus-Run. 3700 Aktive haben sich bislang angemeldet. Samt Nachrückern dürfte die 4000-Marke trotz der Fußball-Weltmeisterschaft geknackt werden.

Von Andre Fischer

Auf dem Leonardo Campus drubbelt es sich in der Regel. Studenten, Lehrkräfte, Professoren gehen ein und aus. Hier begegnen sich Kunst und Wissenschaft, Lehre und Forschung, Unterhaltung und Geselligkeit. Die Tradition will es seit 2001, dass sich das Areal einmal im Jahr in einen facettenreichen Schauplatz für ein Lauf-Event der Extraklasse verwandelt. Der Leonardo-Campus-Run gibt am 20. Juni nun schon zum 18. Mal die große Bühne für Tausende begeisterter Straßensportler. Von drei bis 83 – völlig ungezwungen. „Wir leben viel vom Flair“, sagt Jörg Verhoeven, Leiter des als Ausrichter fungierenden Hochschulsports (HSP) stolz.

Als es vor knapp einem Jahr die Planungen für die Neuauflage ging, war König Fußball kein Thema. „Wir haben die Weltmeisterschaft überhaupt nicht in unsere Terminüberlegungen eingeschlossen“, gesteht Wettkampfleiter Tim Seulen. Heute sind er und seine Crew verdammt froh, dass an jenem Mittwoch, der sich in all den Jahren als Wochentag bewährt hat, kein deutsches Rudelgucken angesagt ist. Das hätte Auswirkungen auf die Anmeldezahlen gehabt. Portugal - Marokko, Uruguay - Saudi Arabien, Iran - Spanien – das Kontrastprogramm ist nicht furchteinflößend. Wer denn doch den Drang verspürt in Russland reinzuzappen, der kann das im neuen Campus-Café tun. Dort dort werden alle Spiele gezeigt.

3700 Aktive haben im Vorfeld vom obligatorischen Anmeldeverfahren Gebrauch gemacht. Auf den letzten Drücker werden 200 bis 300 hinzukommen und die 4000 voll machen. „Damit liegen wir im Soll“, weiß Seulen. Gefragt wie nie ist der Hauptlauf über die zehn Kilometer, für den bisweilen 550 Teilnehmer gemeldet haben. „Rekord“, sagt Seulen.

Möglicherweise ist das den Veränderungen geschuldet, die der HSP nach vielen intensiven Sitzungen umgesetzt hat. So ist die Strecke neu vermessen und integriert unter anderem die hoch moderne Tartanbahn. Sie ersetzt die herkömmliche und alte Aschebahn, die manch einem Läufer in den Jahren bei trockenen Bedingungen den Staub auf die Zähne trieb. Uwe Eggelsmann von der Sparkasse Münsterland Ost als Förderer erinnert sich: „Wenn du nach einigen Runden auf die schmutzige Bahn musstest, war das nicht so angenehm.“ Eggelsmann war in den vielen Jahren nicht nur am Rande des Geschehens dabei, er war oft genug im Wettkampf involviert – lief mal die fünf oder zehn Kilometer. Oder sogar mal erst die kleine Runde als Appetitanreger und dann die große. Ein Jahr mimte er den Startschussgeber, um dann dem Feld hinterherzusprinten. Ja, der Campus-Run hat viele Geschichten zu erzählen – und wird am 20. Juni wieder reichlich Stoff liefern.

Ach ja, auch die Standorte für Start, Ziel und Ziel­verpflegung nach dem Lauf haben sich leicht geändert. „Den vorhandenen Platz können wir so besser ­ausnutzen und den Ablauf im Start- und Zielbereich für die Läuferinnen und Läufer verbessern“, so Seulen. Läuft doch!



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5816980?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F