Mo., 18.06.2018

Fußball: Allstars-Spiel Auch „König Güve“ gibt seine Zusage für das Wiedersehen der Ex-Preußen

Beste Freunde waren sie manchmal, aber nicht immer, aber am Samstag machen Trainer Marc Fascher und Sercan Güvenisik (u.) noch mal gemeinsame Sache.

Beste Freunde waren sie manchmal, aber nicht immer, doch am Samstag machen Trainer Marc Fascher und Sercan Güvenisik (u.) noch mal gemeinsame Sache. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Preußen-Allstars rüsten sich für ihren großen Auftritt am Samstag. Wenn sie gegen die aktuellen Profis spielen, kann das ein lustiger Kick werden. Sogar Sercan Güvenisik hat jetzt seine Teilnahme angekündigt. Die Idee entstand – natürlich – in „bierseliger Runde“.

Von Thomas Rellmann

Nostalgie ist im Fußball immer ein großes Thema. Ein bisschen leben Traditionsvereine wie Preußen Münster auch von der Erinnerung an die „guten alten Zeiten“. Verstärkt werden diese Gefühle noch, wenn die Gegenwart gefühlt trist und grau ist. Ganz so schlimm lässt sich der Status quo an der Hammer Straße sicher nicht darstellen. Doch in den vergangenen Jahren setzte sportlich eine gewisse Stagnation ein, dazu das leidige Stadion-Thema, zuletzt der Querschläger mit dem Vereinswappen – da kommt das Spiel der aktuellen Mannschaft gegen die Preußen-Allstars am Samstag (13 Uhr, Handorf) wie gerufen.

Die Fans jedenfalls freuen sich, ihre Helden von einst wiederzusehen. Die Regionalliga-Meister von 2011 und die Fast-Aufsteiger in die 2. Liga von 2013 bilden den Großteil dieser „Legenden-Elf“. So lange ist das alles noch gar nicht her, und im Rückblick werden Dinge ja gern verklärt. Doch zweifellos sind die, die da an der Heriburgstraße auflaufen sollen, ganz besondere Kicker in der jüngeren SCP-Historie. Wie sehr sich viele aus ihren Reihen mit Club und Stadt identifizieren, belegt, dass einige auch nach ihrer Profi-Karriere in Münster geblieben sind. Jens Truckenbrod etwa ist Trainer bei A-Ligist Concordia Abachten, Benjamin Siegert kickte zuletzt für den SC Münster 08, Ex-Keeper Daniel Masuch wurde als Feldspieler mit dem TuS Hiltrup III Meister in der Kreisliga C, Kevin Schöneberg feierte mit Westfalia Kinderhaus den Landesliga-Aufstieg. Auch Patrick Kirsch, dessen Knochen keinen Sport mehr zulassen, ist geblieben. Der Ex-Innenverteidiger kann wie Clement Halet und der kürzlich verletzte Schöneberg also nicht mitwirken, alle wollen aber natürlich zuschauen. Masuch und Truckenbrod sind noch angeschlagen. Philip Heise, der in der 2. Liga bei Dynamo Dresden unter Vertrag steht, hat abgesagt, weil er in Kürze zum zweiten Mal Papa wird. Dafür ist aber Sercan Güvenisik jetzt doch dabei. Der vielleicht schillerndste SCP-Kicker dieses Jahrtausends, genannt „König Güve“, kommt extra aus den USA, wo er als Berater tätig ist.

Gespielt wird über zwei Mal 30 Minuten. „Wer die verkürzte Spielzeit veranlasst hat, verrate ich nicht“, sagt Siegert, der mit Masuch, Truckenbrod und anderen in „bierseliger Runde“ Initiator des Kicks war und auch Meistertrainer Marc Fascher verpflichten konnte. „Wir saßen gemütlich zusammen und haben dann beim Teammanager Harald Menzel offene Türen eingelaufen. Da kam bald das Okay von Preußen-Seite.“ Der Erlös des Freundschaftsspiels (Eintritt fünf Euro, ermäßigt drei Euro) ist für einen guten Zweck bestimmt und geht an die Kinderklinik des St. Franziskus-Hospitals sowie der Montessori-Schule.



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