Leichtathletik: U-18-EM
Angeschlagener Schepp wird in Györ Siebter im Speerwurf

Münster -

Den Endkampf erreichte David Schepp vom SC Preußen bei der U-18-EM in Györ – doch mehr war dann auch nicht drin. Die erträumte Medaille blieb aber aus, auch weil der Rücken zwickte. Am Ende wurde er Siebter und war bester Deutscher.

Sonntag, 08.07.2018, 15:50 Uhr aktualisiert: 08.07.2018, 20:04 Uhr
Rückenprobleme beeinträchtigten den Wettkampf von David Schepp, der bei der U-18-EM in Györ Siebter wurde.
Rückenprobleme beeinträchtigten den Wettkampf von David Schepp, der bei der U-18-EM in Györ Siebter wurde. Foto: imago/Beautiful Sports

Als Europas Jahresbester war David Schepp zur U-18-EM nach Györ (Ungarn) gereist und gehörte mit dieser Weite unweigerlich zu den Kandidaten auf eine Medaille. Nach der am Donnerstag geschafften, aber „nicht optimalen Qualifikation“ (Schepp) wollte der 17-Jährige Speerwerfer des SC Preußen am Samstag im Finale die Podestplätze attackieren.

Es blieb beim Versuch, auch weil der Rücken Pro-bleme bereitete. Mit 65,98 Metern und Rang sieben verpasste er deutlich seine Bestweite und letztlich auch die Medaillenränge, auf denen der Pole Marek Mucha (80,01 Meter), der Grieche Gerasimos Kalogerakis (77,45 Meter) und der Finne Topias Laine (75,83 Meter) lagen. „Ich konnte wegen meines Rückens nicht so werfen, wie ich wollte, das ist dann auch eine Kopfsache. Aber ich habe es in den Endkampf geschafft, damit bin ich zufrieden“, sagte Schepp, der mit seinem Abschneiden noch auf eine Nominierung des Deutschen Olympischen Sportbunds für die Youth Olympic Games in Buenos Aires (11. bis 16. Oktober) hoffen darf. Schließlich war der Preuße bester Deutscher, Gordon Schulz (SC Magdeburg) wurde mit 64,83 Metern Zehnter.

Mit 63,41 Metern war Schepp in den Wettkampf gestartet, auf den ungültigen Versuch folgten die knapp 66 Meter, mit denen er auf den letzten Drücker den Sprung unter die besten acht schaffte – und damit drei weitere Würfe erhielt. Doch sie waren alle ungültig, was auch Schepps Heimtrainer Thomas Brack wunderte. „Ich habe nichts gesehen, war aber überrascht“, sagte der Coach, der am Liveticker mitgefiebert hatte und erst nach dem Wettkampf Kontakt zu seinem Schützling hatte. „Die Rückenprobleme sind eine Baustelle, daran arbeiten wir. Aber David hat bei der EM viel gelernt und wird hoffentlich einiges mitnehmen“, erklärte Brack.

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