Volleyball: 3. Liga Frauen
Routinier Annacker betritt bei BW Aasee Neuland als Kaufmann-Nachfolger

Münster -

Kai Annacker ist der neue Mann an der Seitenlinie für die Frauen von BW Aasee. Damit übernimmt er die Nachfolge von Nils Kaufmann, dem er bisher assistierte. Allerdings sucht der Drittligist noch einige Spielerinnen für die neue Saison.

Dienstag, 10.07.2018, 15:42 Uhr aktualisiert: 11.07.2018, 11:58 Uhr
Im Coachen längst geübt, auch bei den Blau-Weißen, ist Kai Annacker, der bis 2014 beim TV Hörde in Dortmund als ein Erfolgsgarant der Drittliga-Männer galt.
Im Coachen längst geübt, auch bei den Blau-Weißen, ist Kai Annacker, der bis 2014 beim TV Hörde in Dortmund als ein Erfolgsgarant der Drittliga-Männer galt. Foto: Ulrich Brunner

Dass der TV Hörde 2013 in Dortmund zur Mannschaft des Jahres gewählt wurde, ging auch auf die Kappe von Kai Annacker. Der Trainer führte die Volleyballer zu zwei Aufstiegen binnen drei Jahren und bis in die 3. Liga. Das ist längst Geschichte für den 45-Jährigen, der jetzt das Ruder übernimmt bei den Drittliga-Spielerinnen von Blau-Weiß Aasee. Und damit Neuland betritt. Eine Frauen-Auswahl coachte er bisher nicht hauptverantwortlich.

Wie berichtet wechselt der zuvor verantwortliche Nils Kaufmann, der Sportliche Leiter bei BWA, zur Zweiten und engagiert sich in der Talentförderung. In Liga drei bleibt er der Co-Trainer an der Seite Annackers, der zuletzt als Assistent von Kaufmann bereits die Arbeit mit dem Kader mitprägte. Die beiden seit Jahren befreundeten Experten schreiben sich besonders die Nachwuchsförderung auf die Fahnen – Annacker etwa auch auf Ebene des Westdeutschen Verbandes.

„Wir wollen an der richtigen Schnittstelle tätig sein und eine Durchlässigkeit ermöglichen“, sagte Annacker, der Hörde 2014 verließ, weil er längst von Münster aus gen Revier pendelte. Beim TSC Gievenbeck war er Jugendtrainer, ehe Kaufmann ihn im letzten Jahr für die Blau-Weißen begeisterte. Dort integrierte er jetzt schon Jugendspielerinnen im Training und nominierte Luisa Lüpken aus der Zweiten als zweite Zuspielerin für die Erstvertretung. Mit ­Kathrin­ Pasel von Zweitligist BW Dingden rutscht eine in Münster studierende Außenspielerin neu ins Aufgebot, das momentan noch nicht komplett sein kann. „Wir bekommen noch Besuch von einigen Probespielerinnen“, sagt Annacker, der „gerade für die Mitte“ noch Verstärkungen sucht.

Hanna Niehues wird nach überstandenem Kreuzbandriss wohl erst Anfang nächsten Jahres angreifen können, wenn auch Pia Kramer und Dana Kolthoff nach ihren jeweiligen Auslandsaufenthalten wieder einplanbar sind. Mit Saskia Schafberg und Friederike Domin haben zwei routinierte Spielerinnen den Kader verlassen. Libera Stella Laudick kehrt nach einem Jahr Pause zurück, allerdings ist auch sie erst ab Anfang 2019 wieder wirklich einplanbar. „Es kann ein paar Probleme mit Engpässen geben, die wir so gut wie möglich auffangen müssen“, so Annacker

Am 15. September startet BWA beim TV Cloppenburg in die Meisterschaft, die durch Aufsteiger USC Münster II und dem mit Sonderspielrecht startenden VC Olympia Münster mehr Lokalkolorit erhält. „Ich persönlich sehe das leidenschaftsloser als andere und erkenne keinerlei Rivalitäten – wir pflegen gute Kontakte zu beiden Clubs“, beschreibt Annacker sogar angedachte Perspektiven für talentierte BWA-Spielerinnen, VCO-Einheiten mitzumachen.

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