Leichtathletik: Deutsche Meisterschaften in Nürnberg
Manuel Sanders kämpft um einen Staffelplatz im EM-Team

Münster -

Die Leichtathleten der LG Brillux und des SC Preußen Münster messen sich am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg. Mit dabei ist auch Lena Malkus im Weitsprung nach weit über zweijähriger Abstinenz.

Donnerstag, 19.07.2018, 17:28 Uhr aktualisiert: 20.07.2018, 14:00 Uhr
400-Meter-Läufer Manuel Sanders kämpft bei der DM in Nürnberg auch um einen Platz in der deutschen EM-Staffel.
400-Meter-Läufer Manuel Sanders kämpft bei der DM in Nürnberg auch um einen Platz in der deutschen EM-Staffel. Foto: Wolfgang Birkenstock

Bestwerte, Finalteilnahmen, Medaillenträume und sogar eine vage Hoffnung auf eine EM-Berufung. Die Leichtathleten der LG Brillux und des SC Preußen Münster gehen mit ganz unterschiedlichen Ambitionen, aber alle mit dem gleichen Ehrgeiz in ihre Wettkämpfe bei den 118. Deutschen Meisterschaften.

Zum sechsten Mal finden die Titelkämpfe in Nürnberg statt, das Rund im Max-Morlock-Stadion soll der Ort für große Taten werden. Besonders für Manuel Sanders. Der 400-Meter-Läufer des SCP spekuliert auf eine Teilnahme bei der Heim-EM in Berlin. „Noch sind die Plätze in der Staffel nicht vergeben“, sagt Trainer Frank Bartschat. Hinter dem Favoriten Johannes Trefz (45,76 Sekunden) deutet sich um die vakanten Stellen an ein enges Rennen, in dem auch Sanders seine Chance suchen will. Dabei werden Taktik und Stehvermögen entscheiden, in Heilbronn lief er vorneweg und brach nach 360 Metern ein. „Da hat er Lehrgeld bezahlt. Aber mit ein bisschen Glück kann es Manuel nach Berlin schaffen“, erklärt Bartschat.

Ein Kandidat für Edelmetall ist in den Reihen der Preußen auch Dreispringer Christoph Garritsen – wenn er denn „einen Sprung trifft“ (Bartschat). Dabei muss wohl die 16-Meter-Marke fallen, um auf das Podest zu gelangen. Bislang fehlten ihm dazu in dieser Saison knapp 50 Zentimeter. Immerhin: Garritsen hat seine Fersen-Probleme überstanden und ist wieder fit.

Ins Finale will es im Frankenland auch Kai Sparenberg über 200 Meter schaffen. „Das wäre ein super Ding“, meint LG-Coach Jörg Riethues, der seinen Schützling in „sehr, sehr guter Form“ sieht und von „starken Trainingseindrücken“ spricht. Für Sparenberg dienen die 100 Meter am Samstag als Aufgalopp, knapp 24 Stunden später wird es dann über die doppelte Distanz ernst.

Bereits am ersten Tag der Titelkämpfe ist Matthis Leon Wilhelm gefordert, der auf den letzten Drücker die DM-Norm geknackt hatte – um einen Zentimeter. Ruft der 21-Jährige diese 7,56 Meter in einem der ersten drei Versuche erneut ab, ist der Sprung unter die besten acht möglich. „Das wäre dann eine Überraschung“, erklärt Bartschat, der ein münsterisches Duell in der Grube nicht sehen wird. LG-Athlet Luka Herden setzt nach seinem Start bei der U-20-WM in Tampere auch mit Blick auf die U-20-DM aus. Gleiches gilt wohl für 200-Meter-Sprinterin Frieda Breitkopf, (SCP) die mit einer Oberschenkelblessur aus Finnland zurückkam. Pausiert sie, setzt sich die 4 x 100-Meter-Staffel aus Tabea Christ, Imke Daalmann, Luisa Bodem und Lena Malkus zusammen – und die soll den Vereinsrekord von 2010 unterbieten. Gut verkaufen wollen sich zudem die Hindernisläufer Nils Voigt (LG) über 3000 Meter und Judith Wessling (SCP), für die Plätze im vorderen Mittelfeld möglich sind.

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