Triathlon: Sparda-Münster-City-Triathlon
Tri Finish hat vorgesorgt – Dreikämpfer können Münsters Hafen besiedeln

Münster -

Der Ausrichter zählt die Stunden runter. Am Sonntag steigt die elfte Auflage des Sparda-Münster-City-Triathlons. Rund 1200 Dreikämpfer werden sich im und rund um den Hafen tummeln. Bundesliga-Frauen und -Männer inklusive.

Freitag, 20.07.2018, 13:58 Uhr aktualisiert: 20.07.2018, 15:32 Uhr
Ganz nah dabei: Wenn sich die Massen im Hafenbecken in Bewegung setzen, ist das Publikum direkt am Geschehen. Für ein Triathlon-Event schon so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal.
Ganz nah dabei: Wenn sich die Massen im Hafenbecken in Bewegung setzen, ist das Publikum direkt am Geschehen. Für ein Triathlon-Event schon so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Foto: Oliver Werner

Sie gedeihen prächtig in warmem Wasser – der Einfluss von Hoch „Gottfried“ lässt die Algen in Münsters Hafenbecken sprießen. 2013 gab es eine regelrechte Plage. Das Spezialboot musste anrücken – und leistetet ganze Arbeit. Auch diesmal wurde gemäht – der Benzinverbrauch hielt sich indes in Grenzen. „Das war eher eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Martin Epkenhans, Organisationsmitglied des Sparda-Münster-City-Triathlons. Also: alles an- und hergerichtet für die elfte Auflage des Spektakels rund um den Kreativkai.

Und doch bleibt das Wetter einmal mehr die große Unbekannte. 2017 gab es für Münster am Wettkampftag eine Unwetterwarnung. Immer wieder steckten die Macher die Köpfe zusammen, als Gewitterwolken am Himmel auftauchten. Sie zogen vorbei. Ein Segen. Auch diesmal könnte trotz der hitzigen Temperaturen alles gutgehen – zumindest laut der Wetter-App von Epkenhans. 28 bis 30 Grad sind „angedroht“, ab und an soll sich ein Wölkchen vor die Sonne schieben. Aber knallen soll es nicht. Und wenn, dann hat Rennarzt Dr. Ralph Schomaker das letzte Wort. Wird schon gutgehen.

Münsters Athleten

Erstmals sind beim Bundesliga-Heimspiel zwei münsterische Vertretungen am Start. Weicon Tri Finish schickt im dritten Wettkampf der Saison Luca Heerdt, Yannic Stollenwerk, Marco Akershoek, Mads Mortensen und Daniel Mehring auf die Reise (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen). Der Ami Seth Rider, eigentlich vorgesehen für das Event im Hafen, muss passen. Er nimmt die Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio ins Visier und setzt Prioritäten. GebioMized W+F hat seine bewährten Zwillinge Jonas und Cedric Osterholt, Robin Willemsen, Pim Venderbosch und Youngster Paul Völker nominiert. Aber auch beim Volksfest mit Breitensportcharakter sind die beiden Vereine zahlreich vertreten. Linda Schücker über die olympische Distanz, Hannah Arlom und Sebastian Czerny auf der Volksdistanz tragen die Farben von Tri Finish, Jannik Feder (olympische Distanz) vertritt Wasser und Freizeit.

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3500 Zuschauer werden erwartet – vielleicht mehr. Denn in Münster trifft die Breite die Profis. Die Bundesliga macht nach der Premiere im Vorjahr erneut Station auf dem Stadtwerkeplatz. „Das macht es so reizvoll“, weiß Epkenhans.

Liebend gern würde der Organisationsstab gerade auch diesem Grund bewegte Bilder auf die Reise ins Netz schicken, um jene zu bedienen, die nicht live vor Ort dabei sein können. Der Haken: Ein Livestream wie beim zweiten Wettkampf in Düsseldorf ist schlicht (zu) teuer. „Da muss man schon eine sechsstellige Summe auf den Tisch blättern“, sagt Daniel Mehring, der Sportliche Leiter. Unmöglich für den Verein. Die Alternative: direkt vorbeikommen.

Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgt am Sonntagmorgen ab 8 Uhr vor der „Alten Feuerwache“ in der Bernhard-Ernst-Straße. Um 10 Uhr startet die erste Rutsche an Dreikämpfern über die olympische Distanz. Das Bundesliga-Rennen der Frauen ist für 14 Uhr terminiert, das der Männer für 15.30 Uhr.

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