Leichtathletik: Deutsche Meisterschaften
Sparenberg sprintet zum Saisonhöhepunkt zur Bestzeit über 200 Meter

Münster -

Kai Sparenberg setzte bei den Deutschen Meisterschaften ein echtes Ausrufezeichen. Der Sprinter der LG Brillux landete über 200 Meter an vierter Stelle und war damit rundum glücklich. Für den 23-Jährigen ist die Saison nun beendet.

Montag, 23.07.2018, 17:42 Uhr aktualisiert: 24.07.2018, 12:46 Uhr
Zum Saisonhöhepunkt in Topform: Kai Sparenberg (LG Brillux) sprintete in Nürnberg auf Platz vier über 200 Meter.
Zum Saisonhöhepunkt in Topform: Kai Sparenberg (LG Brillux) sprintete in Nürnberg auf Platz vier über 200 Meter. Foto: Wolfgang Birkenstock

Die 13 dürfte als Glückszahl für Kai Sparenberg gelten. Bei seiner insgesamt 13. DM-Teilnahme – der zehnten in Serie – feierte der 23-Jährige Sprinter von der LG Brillux Münster jedenfalls seinen größten Erfolg: Vierter der Deutschen Meisterschaften in Nürnberg in 21,06 Sekunden – gerade einmal 17 Hundertstel fehlten dem Top-Athleten zu einer Medaille. Ein Meilenstein in der Geschichte der münsterischen Leichtathletik im Sprintbereich der Männer war das, was der Student da auf das Oval des Nürnberger Max-Morlock-Stadions trommelte. „Super, so habe ich mir das vorgestellt“, sagte Sparenberg später, „zum Saisonhöhepunkt die Bestzeit, darauf haben wir hingearbeitet.“

Zum „Wir“ zählt der Leichtathlet natürlich auch seinen Trainer Lars Goldbeck. „Das ist ein geteilter Erfolg. Er begleitet mich, steht immer auf dem Platz, motiviert mich. Er hat sich riesig gefreut“, schilderte Sparenberg.

Die Deutschen Meisterschaften in Franken waren in der Tat das ganz große Ziel, das sich der Brillux-Athlet gesetzt hatte, nachdem er die Wintersaison und die Hallen-DM in Dortmund noch verletzungs- und krankheitsbedingt absagen musste.

Selbstbewusst ging Sparenberg das Saison-Highlight an: „Das Finale hatte ich mir schon als Ziel gesetzt“ betonte er. Und als er in seinem Vorlauf gar mit 20,98 Sekunden neue persönliche Bestzeit lief und sich als Vierter für den Endlauf qualifiziert hatte, war es auch mit dem in einem Finale so verständlichen Lampenfieber vorbei.

Das Publikum, beim Start noch mucksmäuschenstill, explodierte förmlich, als die 200-Meter-Sprinter aus der Stadionkurve auf die Gerade einbogen. „Fantastisch. So eine Stimmung bekommt man natürlich mit, auch wenn man total fokussiert ist“, sagte Sparenberg. Sieger wurde Robin Erewa (TV Wattenscheid) in 20,63 Sekunden und erfüllter EM-Norm vor Steven Muller (Friedberg-Feuerbach) in 20,76 Sekunden. Auf Platz drei kam der Wattenscheider Kevin Ugo (20,89 Sekunden).

Zweifel, im Endlauf nicht an die Top-Leistung aus dem Vorlauf heran zu kommen, hegte Sparenberg nicht. Zum einen aus der Erfahrung heraus, seit 2009 ist der Münsteraner Stammgast bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend, Junioren und Aktiven. Zum anderen, weil er sein eigentliches Ziel mit dem Sprint ins Finale erreicht hatte. Und selbst als da der Wattenscheider Maurice Huke wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde und die Läufer erneut in die Blöcke mussten, war es mit der Gelassenheit Sparenbergs längst noch nicht vorbei: „Ich habe einfach mein Ding gemacht“.

Viel Zeit zum Feiern blieb indes nicht, auch nicht mit seinen Staffelkollegen Markus Greufe, Justus Hilling und Jan Vogt, mit denen Sparenberg noch auf Platz acht in 40,96 Sekunden lief. „Wir sind dann zügig nach Hause gefahren und spät angekommen“, betonte Sparenberg, der die Saison nun beendet. Sein nächstes Ziel: die 14. DM-Teilnahme, vielleicht schon im kommenden Winter in Leipzig.

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