Triathlon: Bundesliga
W+F Münster und Tri Finish quälen sich in der Hitzeschlacht von Tübingen

Münster -

Was für ein Sommer: In Tübingen bekamen die Dreikämpfer beim vierten Wettkampftag in der Bundesliga die volle Breitseite zu spüren, in der Altstadt soll sich die Temperatur bei 42 Grad bewegt haben. Trotzdem gaben W+F Münster und Tri Finish alles.

Sonntag, 05.08.2018, 19:16 Uhr aktualisiert: 06.08.2018, 13:02 Uhr
Platz elf ging an W+F Münster mit (von links) Pim Venderbosch, Jonas Osterholt, Paul Völker, Robin Willemsen und Cedric Osterholt. Tri Finish landete auf Rang 13.
Platz elf ging an W+F Münster mit (von links) Pim Venderbosch, Jonas Osterholt, Paul Völker, Robin Willemsen und Cedric Osterholt. Tri Finish landete auf Rang 13. Foto: W+F Münster

31 Grad im Schatten auf dem Thermometer, „gemunkelte“ 42 Grad auf dem mit Kopfsteinpflaster übersäten Lauf-Rundkurs durch die Altstadt, heiß, schier unerträglich – der Sonntag brachte nicht die angekündigte „Erfrischung“. Zumindest nicht im baden-württembergischen Tübingen. Dort fand sich die Elite des Triathlons zwei Wochen nach dem Rennen in Münster ein.

Allein das Kraulen im Staubereich des Neckar brachte bei 24 bis 25 Grad Wassertemperatur ein wenig Abkühlung – ein kurzes Vergnügen. Abermals ging es für die Dreikämpfer auf die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen). Da ist der „Badespaß“ zeitlich begrenzt. Dementsprechend groggy war Patrick Hoffmann, Teamsprecher von GebioMized W+F Münster: „Das war eine körperliche Qual. Lob an die Jungs, die trotz der Bedingungen alles in die Waagschale geworfen haben.“ Der Lohn in dieser Hitzeschlacht: Platz elf. Damit ließ der Aufsteiger wie beim Heimspiel in Münster Konkurrent Weicon Tri Finish überraschend hinter sich. Das Team um den Sportlichen Leiter Daniel Mehring, der wegen des personellen Engpasses in der Not aushelfen musste, lief als 13. ein. Ungewohnt – aber ein Fakt, der dem Wetter in der schmucken Universitätsstadt geschuldet sein dürfte.

Wasser+Freizeit verpasste gar eine Platzierung in den Top Ten. Youngster Paul Völker war nach dem Schwimmen derart im Tunnel, dass er die Klamotten in die falsche Box stopfte – und eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Das Problem: Völker übersah auf der Strecke das Schild des Verbandes, zehn Sekunden innezuhalten, die Sanktion abzusitzen. Und wurde schlussendlich ans Ende des Klassements gesetzt – dieser Vorgang ist üblich und kommt einer Disqualifikation gleich. „Das ist bitter, wir wären Neunter gewesen“, ärgerte sich Hoffmann am Ende doch ein wenig. Um nicht unzufrieden einzuwerfen: „Im Duell mit Tri Finish steht es jetzt 2:2. Auf Rügen beim letzten Rennen wird sich zeigen, wo der Frosch die Locken hat.“ Die Titel bei den Männern und Frauen werden am 8. September in Binz vergeben. Die Ergebnisse der Münsteraner im Einzelnen:

►  W+F Münster: Jonas Osterholt (Platz 24/56:57 Minuten); Pim Venderbosch (27./57:10); Cedric Osterholt (36./57:41); Robin Willemsen (55./59:20), Paul Völker disqualifiziert

►  Tri Finish Münster: Tim van Hemel (40./57:50); Yannic Stollenwerk (50./58:49); Luca Heerdt (52./58:58); Daniel Mehring (67./1:02:39 Stunden); Maximilian Hils (70./1:08:32)

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