So., 12.08.2018

Fußball: Bezirksliga Vercelli krönt den Hendricks-Einstand für Gievenbeck II gegen Altenrheine

Laufduell zwischen dem Gievenbecker Luke Vette (l.) und dem Altenrheiner Dustin Wolters. Am Ende jubelten die Gastgeber.

Laufduell zwischen dem Gievenbecker Luke Vette (l.) und dem Altenrheiner Torschützen Dustin Wolters. Am Ende jubelten die Gastgeber. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Der 1. FC Gievenbeck II hat nach zwei schwierigen Spielzeiten einen guten Start in die neue Saison hingelegt. Trainer-Debütant Nicolas Hendricks räumte jedoch auch ein, dass das 2:1 über den Vorjahresvize SC Altenrheine glücklich war.

Von Thomas Austermann

Diese Maßnahme sorgte bereits vor der entscheidenden Szene für Wirkung. Trainer Nicolas Hendricks stellte bei seinem Bezirksliga- und Vereinsdebüt für die Zweite des 1. FC Gievenbeck zur zweiten Halbzeit den rechten Außenbahnspieler Tim Vercelli nach links und Fabian Schmitt von links nach rechts. Letztgenannter bediente im Konter den Erstgenannten perfekt – und Vercelli besorgte in der 88. Minute den münsterischen Gastgebern das 2:1 (0:0) auf Kunstrasen gegen den zuletzt knapp am Aufstieg gescheiterten SC Altenrheine.

Der Dreier gegen einen Konkurrenten von Format und spielerischer Klasse „war sicher ein bisschen glücklich“, wie Hendricks fair wertete. Aber er entsprang auch der Hartnäckigkeit einer neu formierten Elf, die sich ins erste Pflichtspiel arbeiten musste und dies einigen Längen zum Trotz auch schaffte. „Mich freut, dass wir trotz der personellen Lage konkurrenzfähig waren“, sagte der Coach und zählt alleine acht Urlauber auf. In Ermangelung eines Keepers aus eigenen Reihen ging zum Beispiel Henning Reichel ins Tor, der zweite Mann der Ersten seit dem Sprung ins Seniorenalter. Der Torwart spielte gut mit, agierte stets sattelfest und zeigte am Ende eine spektakuläre Parade gegen die letzte Chance des Gegners.

Die Gäste besaßen die erste Szene durch Luca Bültel und zogen das wirkungsvollere Zusammenspiel auf. Frei von Aufbaufehlern aber waren Stefan Gradert und Kollegen auch nicht – allein, aus den plötzlichen Ballgewinnen machte der FCG um Kapitän Kolja Speckmann zu wenig. Stürmer Fabian Gerick fehlte hier und das Glück, die richtige Entscheidung am Ball zu treffen. Zweiter Oberliga-Kaderspieler neben ihm war Verteidiger Constantin Rieger, der zuverlässig agierte.

Weil der FCG sich im Verlauf der ersten Halbzeit immer schwerer tat, Altenrheine zum Nachdenken zu bringen, verordnete Hendricks den Rollenwechsel auf den Flügeln. Es galt, mehr Druck zu entfachen. Und sowohl Vercelli als auch Schmitt kamen besser zur Geltung. Das 0:1 (51.) durch Dustin Wolters nach Vorarbeit von Lennart Theismann sorgte zusätzlich für eine Reaktion. Gerick setzte mit einem klugen Anspiel den gerade eingewechselten Neuzugang Leon-Kyle Sonnberg zum 1:1 in Szene (61.). Auch wenn es wiederholt vor dem eigenen Tor ein Durcheinander nach Standards gab, suchte Gievenbeck weiter den Weg nach vorne. Luke Vette, Arbeiter vor der Kette an der Seite von David Niehues, schied von Krämpfen geplagt aus. Außenverteidiger Speckmann rückte in die Zentrale. Und als der Platz da war, fand der weite Ball von Schmitt den klug gelaufenen Vercelli, dessen Einschuss SCA-Torwart André Wiesch nicht verhindern konnte. FCG: Reichel – Speckmann, Rieger, Schäfer, Abstiens – Vette (79. Beck), Niehues – Vercelli, Niesing (49. Sonnberg), Schmitt (89. Jansen) – Gerick



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