Fr., 17.08.2018

Fußball: Westfalenpokal Preußen nach viermaligem Aus mit der Hoffnung auf Besserung

Der letzte Erfolg der Preußen im Westfalenpokal im Juli 2014: Unter der Regie von Trainer Ralf Loose gelang ein 3:0-Erfolg bei Gastgeber SF Siegen, Kapitän Jens Truckenbrod stemmte den Pokal in die Höhe.

Der letzte Erfolg der Preußen im Westfalenpokal – im Juli 2014: Unter der Regie von Trainer Ralf Loose gelang ein 3:0-Erfolg bei Gastgeber SF Siegen, Kapitän Jens Truckenbrod stemmte den Pokal in die Höhe. Foto: Alexander Heflik

Münster - 

2014 gewann der SC Preußen letztmals den Westfalenpokal. Es folgten vier Mal bittere Momente des Ausscheidens. In dieser Saison soll alles anders werden. Der Club will in den DFB-Pokal. Den Auftakt macht der Drittligist am Samstag gegen den BSV Schüren.

Von Alexander Heflik

Eigentlich ist das Fell des Bären, in diesem Fall des BSV Schüren, bereits verteilt. Der Aufsteiger in die Westfalenliga kassierte beim TuS Hordel zum Saisonstart am vergangenen Sonntag eine derbe 0:5-Packung. Preußen Münster, Tabellenführer der 3. Liga, erwartet am Samstag (14.30 Uhr) das Team aus Dortmunds Südosten im eigenen Stadion zum Auftakt des Westfalenpokals.

Alle Jahre wieder muss der SCP da durch, die Aufzeichnungen beim Verband reichen bis ins Jahr 1982 zurück. Fast immer war der Weg in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals mit der mühsamen und steinigen Qualifikation im Verbandspokal verbunden. Nur so am Rande: Würde Münster am Saisonende in den Top vier stehen oder gar aufsteigen, wäre damit für die Saison 2019/20 der DFB-Pokal erreicht. Zukunftsmusik.

Aktuell also gibt es nun Goliath gegen David, Münster gegen Schüren, das müsste zu lösen sein. Kommt der SCP weiter, wartet in der zweiten Runde Oberligist FC Brünning­hausen. Auch dieser Club kommt aus Dortmund und gewann bereits mit 10:0 gegen Bezirksligist TuS Harpen. In der Runde der letzten 16 Teams könnte es dann zum Aufeinandertreffen mit dem zweiten Drittligisten im Wettbewerb kommen, den Sportfreunden Lotte. Vorausgesetzt, die lösen die Aufgabe gegen den Regional­ligisten SV Rödinghausen.

Die Preußen haben keine gute Erinnerung an beide Vereine, 2014/15 und 2015/16 flog der SCP gegen Lotte vorzeitig aus dem Verbandspokal. Im Viertelfinale 2016/17 gab es ein böses Erwachen im Stadion an der Hammer Straße, als im Viertelfinale Rödinghausen mit 1:0 gewann. Seit vier Saisons gelang den Adlerträgern nicht, das zweite Saisonziel – neben einer guten Meisterschaftsrunde – zu erreichen, denn in irgendeiner K.o.-Runde stolperte der SCP stets. Hinter dem SC Paderborn, mit unterschiedlichen Namen neunfacher Pokalsieger, ist Münster die zweit­ erfolgreichste Mannschaft im Westfalenpokal, bei dem die Bundesligisten wie Borussia Dortmund, der FC Schalke 04 oder auch VfL Bochum nicht mitmachen müssen – sie haben die Tickets für den DFB-Pokal dank Klassen­zugehörigkeit in der Tasche.

Die Preußen gewannen fünf Mal den Pott (1997, 2008 bis 2010 sowie 2014), weitere drei Mal wurde zudem immerhin das Finale erreicht (1987, 1998, 2012). Doch seit vier Spielzeiten läuft es in diesem Wett­bewerb nicht mehr rund. Nach dem letzten Erfolg bei den SF Siegen im Jahr 2014 strich der SCP unter Ralf Loose jeweils gegen Lotte mit dem damaligen Coach Ismael Atalan die Segel. In den letzten beiden Saisons hatte Benno Möhlmann bei den Niederlagen gegen Rödinghausen und Paderborn die Verantwortung inne.

Unter Marco Antwerpen soll das anders werden. Als Coach des damaligen Regionalligisten RW Ahlen erreichte er das Finale 2016, wurde aber wenige Tage vorher beurlaubt. Mit Viktoria Köln langte es im Mittelrheinpokal 2016/17 zumindest zum Halbfinale. Co-Trainer Kurtulus Öztürk hat nun den BSV Schüren bereits unter die Lupe genommen. In dieser Saison soll alles besser werden.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5979502?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F