So., 19.08.2018

Fußball: Westfalenpokal Preußen-Reservisten können sich gegen Schüren zeigen

Ugur Tezel (l.), der Neuzugang von Hertha BSC, stand zwar in allen vier Meisterschaftsspielen im Preußen-Kader, kam aber noch nicht eine Minute zum Einsatz.

Ugur Tezel (l.), der Neuzugang von Hertha BSC, stand zwar in allen vier Meisterschaftsspielen im Preußen-Kader, kam aber noch nicht eine Minute zum Einsatz. Foto: Johannes Oetz

Münster - 

Die Chance, sich zu zeigen, bekommen die bisherigen Reservisten des SC Preußen am Samstag in der 1. Runde des Westfalenpokals. Gegner ist der BSV Schüren aus Dortmund. „Wir müssen weiterkommen“, sagt Trainer Marco Antwerpen unmissverständlich.

Von Thomas Rellmann

Auf die übliche (und erfolgreiche) Geheimniskrämerei in Sachen Aufstellung verzichtet Cheftrainer Marco Antwerpen vor dem Westfalenpokal-Auftakt von Preußen Münster gegen den BSV Schüren am Samstag (14.30 Uhr, Hammer Straße) weitgehend. Ole Kittner und Kevin Rodrigues Pires erhalten nach kraftraubenden drei Spielen in zehn Tagen eine Pause, ebenso Keeper Oliver Schnitzler. Dafür dürfen sich Max Schulze Niehues zwischen den Pfosten, Verteidiger Dominik Lanius, Flügelmann Ugur Tezel oder der zuletzt zwei Mal 90 Minuten auf der Bank hockende Lucas Cueto beweisen. „Er trainiert richtig gut“, sagt der Coach über den Sprinter. „Aber wenn wir mit Dreierkette spielen, muss ich schauen, wer zu wem passt und wer überhaupt für einen Zweiersturm infrage kommt. Lucas kann sich jetzt wieder zeigen.“ Einzig der noch gar nicht berücksichtigte Moritz Heinrich muss erneut auf einen Platz im Kader hoffen.

„Grundsätzlich haben wir ja nicht die eine klassische erste Elf“, sagt Antwerpen, der auch ein Comeback der Viererkette gegen den Außenseiter für denkbar hält. „Gerade vorne ist es nicht immer ganz einfach, alle Entscheidungen zu erklären. Andererseits wissen die Jungs auch, wie sie in die Mannschaft kommen können. Wir haben ihnen vor einiger Zeit mal aufgezeigt, wonach wir unsere Aufstellung immer ausrichten.“

Der 46-Jährige hat nach dem Sprung an die Drittliga-Tabellenspitze am Montag eine gelöste Stimmung innerhalb der Truppe ausgemacht. „Ich glaube, dass alle realisieren, wie sich unsere Arbeit in der Vorbereitung bezahlt macht. Wir haben nicht umsonst sechseinhalb Wochen vor dem ersten Spiel angefangen zu trainieren. Alle sehen, dass die investierte Zeit sehr gut angelegt war.“

Die Dortmunder Gäste haben ihr Heimrecht aus organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen abgetreten. „Für sie ist es trotzdem das Spiel des Jahres“, sagt Antwerpen. Sein Assistent Kurtulus Öztürk sah den Westfalenliga-Aufsteiger am Wochenende bei der 0:5-Niederlage zum Auftakt gegen den TuS Hordel. Die großen Schlüsse waren allerdings nicht zu ziehen, dafür war der Neuling urlaubsbedingt noch etwas zu schwach besetzt. „Es ist doch auch so klar, dass wir weiterkommen müssen“, so Antwerpen. Alles andere als der Einzug in die 2. Runde würde den leichten Anflug von Euphorie schon wieder einigermaßen gefährden. SCP: Schulze Niehues – Tezel, Schweers, Lanius, Heidemann – Braun, Klingenburg – Hoffmann, Kobylanski, Cueto – Dadashov



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