Fr., 24.08.2018

Reiten: Turnier der Sieger Kein WM-Start: Monica Theodorescu verzichtet auf Helen Langehanenberg

Nicht bei der WM dabei: Helen Langehanenberg

Nicht bei der WM dabei: Helen Langehanenberg Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Noch am Donnerstag hatte Helen Langehanenberg eine letzte Empfehlung bei der Bundestrainerin mit dem Sieg im Grand Prix abgegeben. Doch am Ende hat es nicht gereicht, Monica Theodorescu verzichtet bei den Weltreiterspielen im September auf Helen Langehanenberg.

Von Henner Henning

Die Entscheidung ist Bundestrainerin Monica Theodorescu und ihren Kollegen im Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei schwergefallen. „Ich quäle mich seit Wochen damit herum“, machte die ­55-Jährige keinen Hehl daraus, dass ihr die Nominierung der deutsche Equipe für die Weltreiterspiele in Tryon (USA) nicht leicht gefallen ist. Ebenso wenig wie die Absage an Helen Lan­gehanenberg, die nicht für die WM auserwählt wurde und mit ihrem Pferd Damsey der erste Ersatz ist.

Nach dem Grand Prix, den Langehanenberg mit Damsey gewonnen hatte, hatte das Gremium am Donnerstagnachmittag noch einmal getagt und eine rege Diskussion geführt. Dabei waren Isabel Werth, die bei der WM an der amerikanischen Ostküste ihr Wunschpferd Bella Rose satteln wird, und Sönke Rothenberger mit Cosmo nicht Teil dieser Debatte, die beiden Paare galten als gesetzt.

Eine knifflige Aufgabe

Vielmehr hieß es, aus dem Trio Dorothee Schneider (mit Sammy Davis jr.), Jessica von Werndl-Bredow (mit Dalera) und eben Helen Langehanenberg ein Duo zu machen – eine knifflige Aufgabe, deren Lösung am Ende mit der 35-jährigen Dressurreiterin des RV St. Georg Münster eine Leidtragende sah.

Grämen sollte und wird sich Langehanenberg allerdings nicht allzu lange. Schon allein das Comeback in Rekordzeit nach ihrer Babypause sowie die gezeigten Leistungen beim CHIO in Aachen sind bemerkenswert – und hielten lange und für viele nicht vorstellbar die Tür zu den Weltreiterspielen offen. „Wenn es nicht mit der WM klappt, dann steht halt der Weltcup an“, hatte Lan­gehanenberg eine Woche vor dem Turnier der Sieger gesagt. „Damsey lief den ganzen Winter hervorragend“.

Mit einem Weltcup-Sieg in Neumünster hatte sich damals Langehanenberg in die Pause verabschiedet – und hat nun im Sommer mehr als bewiesen, dass sie und Damsey daran anknüpfen können.



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