Mo., 27.08.2018

Reiten: Turnier der Sieger Doppelsieg für Dorothee Schneider im Special: „Da geht mir das Herz auf“

Eine Klasse für sich: Dorothee Schneider gewinnt den Grand Prix Special auf Faustus und landet mit Rock‘n Rose auf Rang zwei.

Eine Klasse für sich: Dorothee Schneider gewinnt den Grand Prix Special auf Faustus und landet mit Rock‘n Rose auf Rang zwei. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Es war der Sonntag der Dorothee Schneider. Die Dressurreiterin gewann zunächst auf der Kleinen Tour, um dann sogar im Grand Prix Special einen Doppelsieg zu landen. Das gibt Aufwind für die WM in Tryon, zu der sich Bundestrainerin Monica Theodorescu auch noch einmal äußerte.

Von Michael Schulte

Besser kann‘s nicht gehen. Drei Pferde am Start und drei Mal vorn platziert. Es läuft perfekt für Dorothee Schneider am Sonntag. Zuerst der Sieg in der Intermediaire I auf First Romance, dann der Doppelschlag im Special. Mit Faustus ganz vorn, dicht gefolgt von sich selbst auf Rock‘n Rose. „Da geht mir das Herz auf.“

Und das nicht nur wegen der erfolgreichen Auftritte, sondern auch deshalb, weil sie die Arbeit mit diesen Tieren so sehr liebt. „Es ist ein Traum, diese talentierten Pferde ausbilden zu dürfen.“ Keine Frage, diese Frau geht morgens gern zur Arbeit. Weil sie die Fortschritte hautnah erlebt. Wie der unerfahrene First Romance nach und nach immer sicherer wird und die Gespanntheit ablegt. Wie die 14-jährige Rock‘n Rose ihre Nerven immer mehr in den Griff bekommt und sich von Jahr zu Jahr steigert. Und wie sich der erst zehnjährige Faustus zum Championatspferd entwickelt, was der Sprung in den A-Kader eindrucksvoll belegt.

Chefrichter Dr. Dietrich Plewa meint dazu: „Ich habe heute den besten Faustus überhaupt gesehen, deutlich gereift und in allen Lektionen immer sicherer.“ Die positive Entwicklung des braunen Wallachs ist natürlich auch Bundestrainerin Monica Theodorescu nicht verborgen geblieben. „Ich sehe das alles mit großer Freude.“ Nach dem Moto: Guter Beritt schadet nur dem, der keinen hat. In dieser Beziehung sind die Deutschen traditionell gut aufgestellt.

„Entscheidung nicht gegen Helen“

So gut, dass die Bundestrainerin regelmäßig die Qual der Wahl hat. Wenn es in zehn Tagen zu den Weltreiterspielen nach Tryan in die USA geht, dann liegen die Dressur-Hoffnungen auf Isabell Werth, Sönke Rothenberger, Dorothee Schneider und Jessica von Bredow-Werndl. Dass ihr diese Auswahl ausgesprochen schwer gefallen ist, will Monica Theodorescu gar nicht verhehlen. Immerhin verzichtet sie auf Helen Langehanenberg, die auf Damsey beim CHIO in Aachen noch eine Topvorstellung abgeliefert hatte. „Die Entscheidung ist nicht gegen Helen ausgefallen, das möchte ich betonen. Sie ist eine ganz starke Reiterin, die bei Championaten immer geliefert hat. Das Pendel hat zugunsten der etwas jüngeren Pferde ausgeschlagen.“ Langehanenberg hat die Entscheidung überragend fair und sehr realistisch hingenommen. Theodorescu: „Ich hätte sie durchs Telefon umarmen können. Eine unglaubliche Reaktion.“



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