Mo., 27.08.2018

Fußball: Frauen-Westfalenliga Wacker läuft Gremmendorf im Derby glatt davon

Isabel Riemann (M.) brachte Wacker in Front. Für den SCG verteidigen hier Franka Markmann (l.) und Jule Hammelbeck.

Isabel Riemann (M.) brachte Wacker in Front. Für den SCG verteidigen hier Franka Markmann (l.) und Jule Hammelbeck. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Diese Ansage im Derby zum Auftakt war eindeutig. Aufsteiger Wacker Mecklenbeck ließ dem Nachbarn SC Gremmendorf nicht den Hauch einer Chance und gewann auch in der Höhe verdient mit 4:0. Gäste-Trainer Marc Dillmann war bedient.

Von Thomas Austermann

Das war überdeutlich: Gleich zum Westfalenliga-Auftakt setzte sich Aufsteiger Wacker Mecklenbeck vor 100 Zuschauern mit 4:0 (1:0) gegen den SC Gremmendorf durch, der das Derby nach einer kalten Dusche nie wirklich annahm.

Die Gäste mussten Torfrau Vera Heinker (Knieblessur) durch Co-Trainerin Filipa da Silva Campos ersetzen, die zuletzt vor vier Jahren einen Einsatz hatte. Und die 27-Jährige hatte sich noch nicht orientiert, als sie einen hohen Ball aus spitzem Winkel passieren lassen musste (7.). Wackers Außenspielerin Isabel Riemann war die glückliche Torschützin – und das SCG-Konzept bereits über den Haufen geworfen worden. Zwar eroberten Linda Mensing und ihre Mitstreiterinnen ein paar zweite Bälle, aber die Spielfortsetzung gelang kaum. Riemann hatte das 2:0 vor sich liegen (41.), verzog dann aber frei vor dem Kasten.

SCG-Trainer Marc Dillmann stellte nach dem Wechsel um, nahm etwa seine neue Stürmerin Kim Gudde raus und wechselte die flinkere Nele Kofort ein. Aber wieder war Wacker schneller im Bilde: Verena Funke bediente klug Paula Weber zu deren 2:0-Abschluss (47.). Die gerade erst 17 Jahre alte Offensivspielerin, bei Anpfiff die Jüngste auf dem Feld, blieb hellwach und zielstrebig wie nun die gesamte Wacker-Elf, die nach Balleroberung wusste, was zu tun war. Weber erhöhte nach einem feinen Konter und der Vorlage von Luisa Faber (67.). Im Tempo und mit dem zwingenden Spiel über außen war Wacker überlegen. Der Gast hätte wenigstens verkürzen können, vergab in zwei Szenen und kassierte nach einem Eckball das vierte Tor. Britta Stein staubte einfach wie trocken zentral ab (82.). Und Wacker zog durch bis zum Schluss – Torfrau da Silva Campos rettete noch zwei Mal wagemutig.

„Mit dem frühen Tor hatten wir auch Glück, aber gerade nach dem Wechsel waren wir präsenter und auch physisch stärker“, sagte Wacker-Trainer Andre Frankrone. Sein Gegenüber Marc Dillmann war bedient. „Das ist enttäuschend. Uns fehlte die Emotionalität, die man bieten muss.“ Der Auftritt sei „die Quittung für eine unzureichende Vorbereitung“. Wacker: Tiehen – Theobald, Lewandowski (56. Stein), Schipke (72. Bezhaev), Kschiedel (82. Pelz) – Funke, K. Große-Scharmann – Hauser, Weber, Riemann – Faber SCG: da Silva Campos – Markmann (75. Schriewersmann), Bardehle, Hagedorn, Feldmann – Hammelbeck (46. Olthues), Mensing – Heidfeld, Kalthoff, Bode – Gudde (46. Kofort)



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