So., 26.08.2018

Reiten: Turnier der Sieger Houtzager-Kayser in der Mittleren Tour wie im Flug zur Ziellinie

Schnell und fehlerfrei: Julia Houtzager-Kayser ließ mit Elke Maria im Finale der Mittleren Tour die gesamte Konkurrenz hinter sich.

Schnell und fehlerfrei: Julia Houtzager-Kayser ließ mit Elke Maria im Finale der Mittleren Tour die gesamte Konkurrenz hinter sich. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das Stechen der Mittleren Tour litt ein wenig unter einem kleinen Fehler beim Aufbau. Dennoch herrschte Chancengleichheit. Am Ende setzte sich am Sonntag Julia Houtzager-Kayer mit Elke Maria auf dem Schlossplatz durch.

Von Marion Fenner

Es war ein kurioses Stechen im Finale der Mittleren Tour, das die Österreicherin Julia Houtzager-Kayser mit ihrer Stute Elke Maria gewann. Bei einem Hindernis hatten die Helfer vergessen, die oberste Stange aufzulegen. Für Springpferde, die sonst 1,50 Meter locker überwinden, war das jetzt nur noch ein kleiner Hüpfer. Houtzager-Kayser nahm das aber mit viel Humor: „Dieser kleine Fehler vom Aufbauteam hat das Stechen zumindest nicht schwerer gemacht.“

Dem ersten Reiter im Stechparcours, Lucas Porter aus den USA, war dieser Fehler zwar aufgefallen, er hatte aber niemanden darauf hingewiesen. Somit mussten die Veranstalter den Sprung auch für die nachfolgenden Starter – aus Gründen der Chancengleichheit – so niedrig belassen. „Die Pferde werden dadurch nicht irritiert“, war der Drittplatzierte Marco Kutscher hinterher überzeugt. „So etwas verunsichert eher den Reiter.“

Diesen Sprung überwanden alle Teilnehmer des Stechens – natürlich – fehlerfrei. Houtzager-Kayser gelang mit ihrer neunjährigen Schimmelstute der schnellste Ritt. 35,83 Sekunden benötigte sie und verwies damit den Schweizer Werner Muff auf Rang zwei, der zuvor mit 36,32 Sekunden auf Cosby ebenfalls eine sehr schnelle Runde hingelegt hatte. Dass das nicht für den Sieg gereicht hatte, ärgerte den Schweizer überhaupt nicht. „Das ist nun einmal so in unserem Sport. Manchmal kommt halt noch einer, der schneller ist“, sagte er pragmatisch. „Der zweite Platz bei dieser starken Konkurrenz und dem schönen Turnier in Münster ist auch okay.“ Die Siegerin war überglücklich, vor allem weil sie in ihre noch junge Elke Maria große Hoffnungen setzt. „Ich wünsche mir, dass ich sie noch lange weiter reiten darf.“ Für ihren schnellen Auftritt hatte sie eine Erklärung parat: „Ich konnte von Beginn an gut durchreiten, beim letzten Hindernis ist mein Pferd etwas groß abgesprungen und damit förmlich zur Ziellinie geflogen. Dort werde ich die entscheidenden Zehntel gewonnen haben.“

Insgesamt stand ein internationales Feld bei der Platzierung im Parcours. Auf Rang drei landete mit Marco Kutscher ein Deutscher. Platz vier ging an den Italiener Michael Cristofoletti, Fünfter wurde der US-Amerikaner Porter. Mit Nicole Persson schaffte noch eine Schwedin eine Platzierung, dazu mit Marc Houtzager auch ein Niederländer.



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