Mo., 27.08.2018

Basketball: 2. Bundesliga Pro B WWU Baskets und Ray Anderson finden doch nicht zusammen

Im Test gegen die königsblauen Schalker mischte auch Malcolm Delpeche (r.), Neuzugang der WWU Baskets, am Samstag mit.

Im Test gegen die königsblauen Schalker mischte auch Malcolm Delpeche (r.), Neuzugang der WWU Baskets, am Samstag mit. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Ein Sieg im Test, eine Niederlage – die Bilanz dieser Woche fiel für die WWU Baskets Münster ausgeglichen aus. Bitter ist allerdings, dass sie auf der Aufbauposition doch keinen Vollzug melden können. Ray Anderson kommt nämlich doch nicht.

Von Henner Henning

Aller guten Dinge sind drei – dies gilt vielleicht auch für die WWU Baskets Münster. Nachdem zunächst der Aufstiegsspielmacher der Vorsaison, Bryce Leavitt wegen einer Sprunggelenksverletzung eine lange Pause antreten musste, hat sich der Pr-B-Ligist nun auch vom gerade erst verpflichteten Ray Anderson einvernehmlich „aus persönlichen Gründen“, so Manager Helge Stuckenholz, getrennt. Nun folgt also der dritte Schuss, und der sollte besser sitzen.

Nicht gerade glücklich verlief bislang die Besetzung der Schlüsselposition, in Panik aber verfallen weder Stuckenholz noch Trainer Philipp Kappenstein. „Das ist schon ein wenig ärgerlich, dass wir jetzt eine Baustelle auf der Eins haben und wir etwas Zeit verloren haben. Aber zum Glück haben wir noch ein paar Wochen bis zum Saisonstart, dazu haben wir ein paar Kandidaten im Auge“, sagt der Coach in gewohnt entspanter Manier.

Und auch Stuckenholz nimmt den Druck aus der Geschichte, weiß allerdings auch, dass im Optimalfall möglichst zügig der neue Aufbauspieler in Münster eintrudeln und in die Vorbereitung einsteigen sollte. „Wir stehen in Kontakt mit sehr interessanten Akteuren, die vor drei Wochen dem Markt in der Pro B noch nicht zur Verfügung standen. Die Chancen stehen gut, dass wir Glück im Unglück haben und eine Qualität verpflichten können, die bei der letzten Personalentscheidung so auf dem Markt noch nicht vorhanden war“, erklärte der Manager.

So mussten die Baskets in den ersten beiden Testspielen der Vorbereitung ohne einen etatmäßigen Playmaker auskommen, lösten aber dieses Problem routiniert. Ohne Kapitän Jan König, Nico Funk und Kai Hänig, dafür aber mit den 16-jährigen Debütanten Leo Lüsebrink und Benedikt Christoffel hatte Münster zunächst am Donnerstag den Regionalligisten SV Hagen-Haspe mit 103:65 (59:30) bezwungen. „Wir haben gut gekämpft und verteidigt, sind viel gelaufen und hatten einige gute Spielzüge in der Offensive“, sagte Kappenstein, der die Neuzugänge Malcolm Delpeche, Anton Geretzki und Marco Jimenez Porcher – der Spanier übernahm den Posten im Aufbau – eingesetzt hatte.

Am Samstagabend dann folgte die Partie gegen den Pro-A-Aufsteiger Schalke 04, die „erwartungsgemäß“ (Kappenstein) mit 60:95 verloren ging. Ohne das weiter nicht verfügbare Trio König, Funk und Hänig war Münster ein Schatten seiner selbst und phasenweise überfordert. „Uns wurden die Grenzen aufgezeigt“, so Kappenstein nach der Partie gegen physisch stärkere und belastbarere Schalker. Noch ist Zeit.



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