Di., 28.08.2018

Sportpolitik: Stadtsportbund Münster Jochen Temmes Rat bleibt beim Stadtsportbund Münster gefragt

Stabübergabe mit neuem geschäftsführenden SSB-Vorstand: (von links) Jörg Riethues, Roland Wischermann, Michael Schmitz, Jochen Temme, Claudia Aßkamp und Astrid Markmann

Stabübergabe mit neuem geschäftsführenden SSB-Vorstand: (von links) Jörg Riethues, Roland Wischermann, Michael Schmitz, Jochen Temme, Claudia Aßkamp und Astrid Markmann Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Mit Michael Schmitz hat der Stadtsportbund Münster seit April einen neuen Vorsitzenden. Er hat Jochen Temme beerbt, der nun mit großem Tamtam offiziell verabschiedet wurde.

Von Jürgen Beckgerd

Mit dem ehrenamtlichen Engagement ist das so eine Sache: Erst wenn es endet, erkennt man die mitunter gewaltige Lücke, die entsteht. Jochen Temme ist so einer, der große Lücken hinterlassen hat: in seiner 15-jährigen politischen Tätigkeit in der Bezirksverwaltung Nord – und mehr noch in seiner 42-jährigen (!) Arbeit (davon acht Jahre lang als Vorsitzender) im Stadtsportbund (SSB) Münster. Hier wie dort sind die Lücken geschlossen, im Stadtsportbund wird Temme zudem als Ehrenvorsitzender weiterhin – und dann mit mehr Rat als Tat, zur Verfügung stehen. Unter Michael Schmitz als neuem Vorsitzenden hat sich der SSB im April dieses Jahres bereits neu aufgestellt. Am Samstag erfolgte die offizielle Verabschiedung Temmes im Clubheim von Borussia.

Der ganz besondere Rahmen der kleinen Feier war so recht nach dem Geschmack des Altgedienten. Nicht, weil bei Kaffee und Kuchen der Nachmittag ganz unkonventionell eingeleitet wurde. Vielmehr war der erlauchte Kreis der Sportverantwortlichen der Stadt zugegen: die sportpolitischen Sprecher der im Rat vertretenen Parteien, der Vorstand des Stadtsportbundes sowieso und die Vorsitzende der Sportjugend Vanessa Prange, Michel Willnath als Leiter des Sportamtes sowie Mitarbeiter des Bildungswerkes. Sie alle sagten Temme in einer ausgesprochen angenehmen Atmosphäre nicht nur servus – was natürlich das vorrangige Begehr der „Staffelstab-Übergabe“ von Temme an Schmitz war. Der Tag war zudem geprägt vom Bemühen, das Sport-Netzwerk in der Stadt enger zu knüpfen. „Sportpolitik, Sportverwaltung und Stadtsportbund werden an einem Strang ziehen“, sagte Schmitz. Und: „Vor allem alle in eine Richtung.“ Dass das auch unter der Regie von Jochen Temme schon gut funktioniert habe, betonte der Senior, als der er nun auch offiziell ins zweite Glied rückt. „Die Zusammenarbeit hat im Großen und Ganzen gut funktioniert“, betonte Temme – und Schmitz fügte nickend hinzu: „Nirgends gibt es so wenig reine Partei-Denke wie im Sport“.

Na ja, der Anlass war natürlich der Grund dieser Feststellungen. Und so goss Temme – ganz Mediator denn Streiter um des Streites willen – etwas Wasser in den Wein: „Es braucht nun auch mal einen großen Schluck aus der Pulle. Für den Sport und den SSB stehen große Aufgaben an“, forderte Temme eine neue Ausgabenpolitik der Stadt. Schmitz wirkte ebenfalls zukunftsgewandt: „Wir werden uns professionalisieren, vielleicht mit einem hauptamtlichen Vorsitzenden.“

Sprach’s und ging mit den Gästen zum Boulespiel, das symbolhaft und ganz praktisch das Zusammenspiel der am Sport Beteiligten in Münster forcierte.



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