Di., 28.08.2018

Reiten: Turnier der Sieger Hendrik Snoek und sein Team haben nur an „Schräubchen“ zu drehen

So sieht ein zufriedener Turnierchef aus: Hendrik Snoek zog ein positives Fazit. Warum auch nicht, schließlich stimmten Sport, Zuschauerzahlen (25 000 Besucher) und bis auf Samstag auch das Wetter beim Turnier der Sieger.

So sieht ein zufriedener Turnierchef aus: Hendrik Snoek zog ein positives Fazit. Warum auch nicht, schließlich stimmten Sport, Zuschauerzahlen (25 000 Besucher) und bis auf Samstag auch das Wetter beim Turnier der Sieger. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das Turnier der Sieger 2018 darf wieder in die Rubrik erfolgreich abgeheftet werden. 25 000 Zuschauer kamen an den vier Tagen, auch das Gelände zwischen Spring- und Abreiteplatz war gerade am Sonntag bestens besucht. Und tollen Sport gab es auch, da war Hendrik Snoek natürlich zufrieden.

Von Henner Henning

Wenn Hendrik Snoek etwas verspricht, dann hält er auch sein Wort. Selbst bei Wetterprognosen. „Morgen scheint die Sonne“, hatte der Turnierchef am frühen Abend des über Strecken verregneten Samstages gesagt. Und er hatte recht behalten, der letzte der vier Tage beim Turnier der Sieger hätte schöner nicht sein können. Nicht nur meteorologisch, sondern ganz besonders auch sportlich.

Im Grand Prix Special sowie im Großen Preis von Münster kamen die Zuschauer in den Genuss von Spitzensport mit dem packenden Duell in der Siegerrunde zwischen dem Gewinner Christian Ahlmann, Marcus Ehning und Philipp Weishaupt als abschließendem Höhepunkt.

„Das war toller Sport“, sagte Snoek, der ein positives Fazit zog. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier, die Bilanz fühlt sich gut an“, meinte der 70-Jährige, der auch vonseiten der Aktiven durchweg Lob bekam. So hatte sich schon beim Friedensreiterfest am Freitagabend Springreiterin Simone Blum, Siegerin am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis, im Namen der Reiter für die Verhältnisse und die Atmosphäre in Münster bedankt, Dressur-Ass Dorothee Schneider legte umgehend wie herzlich nach: „Ich habe hier immer richtig viel Spaß. Wir haben hier vor dem Schloss immer tolle Bedingungen für Reiter und Pferde.“

„Machen uns Gedanken“

Doch trotz aller Komplimente wird sich Snoek mit seinen Mitstreitern nicht zurücklehnen, sondern versuchen, das Turnier noch weiter zu verbessern. „Wir überlegen, an welchen Schräubchen wir noch drehen können“, sagte Snoek.

Vielleicht ja in der Dressur, die erneut nur ein kleines, aber sportlich interessantes Feld mit Schneider, Hubertus Schmidt oder Ingrid Klimke hatte. So starteten in der Kür am Samstagabend lediglich fünf Paare, der Wunsch nach mehr war vielerorts zu hören. „Wir machen uns jedes Jahr Gedanken und würden gerne zwei, drei Starter mehr präsentieren. Aber es ist schwer, dies ins Gesamtkonzept einzubringen. Allzu sehr ausdehnen können wir das Programm nicht. Mal sehen, ob wir etwas anders machen können. Aber es muss realistisch sein“, meinte Michael Klimke, der als Vizepräsident des gastgebenden Westfälischen Reitervereins für die Dressur zuständig ist.

„Bin nicht mehr der Jüngste“

Es sind maximal Winzigkeiten, die zu bekritteln sind. Aber diese geht Snoek nach einer kurzen Verschnaufpause an. „Die vier Tage stecken in den Knochen, ich bin ja nicht mehr der Jüngste. Aber es macht mir große Freude, mit der Truppe, die ich um mich herum habe, zu arbeiten. Ich werde noch ein paar Jahre weitermachen“, sagte Snoek. Sicher eine gute Nachricht.



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