Mi., 29.08.2018

Basketball: Pro B US-Boy Cooper ist erste Wahl im dritten Anlauf

Alles hört auf mein Kommando: US-Boy Jojo Cooper soll die WWU Baskets erfolgreich durch die erste Spielzeit in der dritthöchsten deutschen Liga führen.

Alles hört auf mein Kommando: US-Boy Jojo Cooper soll die WWU Baskets erfolgreich durch die erste Spielzeit in der dritthöchsten deutschen Liga führen. Foto: Wagnerathletics

Münster - 

Das Baskets-Puzzle ist komplett. Am Dienstag fiel das letzte Teilchen passgenau an die offene Stelle in zentraler Position – aus höchster Höhe. US-Boy Jojo Cooper landete in Deutschland und wird künftig den Ballvortrag des Drittligisten übernehmen.

Von Ansgar Griebel

Dritte Wahl? Von wegen! Auf der Rückfahrt vom Flughafen fielen Helge Stuckenholz „einige dicke Brocken vom Herzen“, wie der Manager der WWU Baskets Münster erleichtert zugab. Auf dem Beifahrersitz saß ganz entspannt und bestens gelaunt die neue Nummer eins seines Teams – und irgendwie tatsächlich erneut die erste Wahl für diese Position, wenn auch im dritten Anlauf. Jojo Cooper heißt der Mann, der in der Premierensaison der Baskets in der Pro B die Fäden in der Hand halten soll, nachdem Aufstiegsheld Bryce Leavitt mit einer ernsthaften Fußverletzung passen und sein kurzfristig eingeflogener Vertreter Ray Anderson ebenfalls mit gesundheitlichen Pro­blemen direkt wieder über den großen Teich zurückkehren musste. Cooper ist jetzt der Mann der Stunde und – davon gehen sowohl Stuckenholz als auch Trainer Philipp Kappenstein aus – auch der der kompletten Saison. Noch am Dienstag passierte der US-Boy erfolgreich den Medizin-Check. „JoJo bringt viel Physis mit, hat Erfahrung, macht klare Ansagen – ist einfach die Lösung für uns“, so Headcoach Philipp Kappenstein. Am Samstag wird Cooper im Test beim BSV Wulfen (2. Regionalliga) erstmals im neuen Trikot auflaufen.

Im Vorfeld hatten sowohl Manager als auch Trainer mit großem Vergnügen die Highlight-Videos des 23-Jährigen aus Wilmington im US-Bundesstaat Delaware in Augenschein genommen, im Anschluss dann ganze Spiele des bulligen Playmakers – die Begeisterung blieb. Was die beiden Baskets-Entscheider zu sehen bekamen, war ein echter „Field-General“, so Stuckenholz, „der die Mannschaft führen kann“, leichtfüßig und gleichzeitig robust. „Er hat vier Jahre lang im College-Team Aufbau gespielt, hat aber auch eine Vergangenheit als Football-Spieler, perfekt“, beschreibt Stuckenholz die sportliche Vita des 1,83 m großen und 88 Kilo schweren Spielmacher der Wagner College Seahawks in Staten Island.

Auch die Statistiken passten zu den bewegten Bildern, was fehlte war jetzt noch der persönliche Eindruck. „Und auch der war vom ersten Moment an positiv“, berichtet Stuckenholz vom Erstkontakt. „Sehr kommunikativ, sehr offen.“ Auch das Eigenschaften, die einen Spielmacher ausmachen.

Drei Wochen vor dem ­Ligastart sind die Baskets damit endlich komplett. Spät, aber nicht zu spät: „Ich habe ein extrem gutes Gefühl.“ Ein Gefühl, das Jojo Cooper im Übrigen teilt: „Ich bin ­absolut begeistert, hier in Münster zu sein, bei einer tollen Truppe in einer tollen Stadt.“

Die Neuzugänge Malcolm Delpeche, Marco Porcher und Anton Geretzki haben bereits ihren Platz im Team gefunden, mit Cooper fällt jetzt das letzte Puzzleteil an die zentrale Stelle.



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